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HEIMAT HOMEGROWN BANDCHECK: TAMING THE SHREW

HEIMAT HOMEGROWN BANDCHECK: TAMING THE SHREW

 

Der Sommer war heiß und lang. Doch jetzt erwacht die vierte Runde der Konzertreihe Heimat Homegrown by Sparkasse Regensburg wieder aus dem Ferienschlaf! Am 11. September treten wir mit neuen Musikern aus dem kühlen Schatten auf die Bühne und versammeln alle Freunde der live vorgetragenen Musik in der gut erholten Heimat Regensburg. Seit 2015 unterstützen wir hier junge und vielversprechende Nachwuchsbands aus der Region. Neben den fröhlichen Live-Auftritten gibt es später gut gemachte Videos für Facebook, Youtube und Co. Zusätzlich stellen wir die Kapellen im Vorfeld der Auftritte im Blog per Bandcheck kurz vor. Im September 2019 erwarten euch: TAMING THE SHREW !

 

BAND CHECK: TAMING THE SHREW

Die 60er und 70er Jahre sind hip. Zumindest was Mode & Style betrifft. Zurück zur Natur, lange, fließende Kleider, Blusen mit Stickereien, wilde Muster, Plateau-Sandalen, langes, geflochtenes  Haar, bei Männern und bei Frauen. Es weht ein Hippie-Hauch durch Europa und in den warmen Sommernächten 2019 kann man es auch in Regensburg auf der Straße sehen: die Blumenkinder sind los! Aber wie viel Revolte, wie viel Aufbegehren gegen das Establishment darin steckt ist schwer zu sagen.

Tatsächlich waren es aber auch gar nicht so die politischen Parolen, die die Jugend von 1968 zusammenbrachte, nein, es war vor allem die Musik, die total neu war und das Lebensgefühl über alle Schichten, Systeme und Kontinente hinweg auf den Punkt brachte: Rock’n Roll! Und eines ist klar: Die Band Taming the Shrew liebt den Rock genauso heiß und innig wie damals! Die Songs atmen die Zeit, die Magie der Musik liegt für die Gruppe laut Webseite „in der Verschmelzung des Blues Rock der 60er und 70er Jahre mit den Geschichten von der Wildheit des Daseins und der Widerspenstigkeit gegen die Dinge des Lebens, die uns unfrei machen. Was zählt ist das Leben. Das gelebte Gefühl!“  Gänsehaut!

AUFGEMERKT: BANDNAME

Und es geht groß weiter! Der Bandname referiert nicht etwa auf „Feivel der Mauswanderer“. Sondern auf einen berühmten Shakespeare-Klassiker! Die Komödie „The Taming of the Shrew“ (Der Widerspenstigen Zähmung) dreht sich um das Schicksal eines reichen italienischen Kaufmanns, der um jeden Preis seine beiden ungleichen Töchter unter die Haube bringen möchte. Was nach allerlei Irrungen und Wirrungen, Zwang und Widerworten schließlich auch gelingt.  Aus heutiger Sicht ein absolutes „Problem Play“, weil es mit viel Spaß und Augenzwinkern aber auch mit einigen frauenfeindlichen Aussagen und patriarchalischer Autorität daherkommt. Will die Band uns damit auf die Widersprüchlichkeiten des zu feiernden Lebens hinweisen? Oder geht es um die wilde und lebenslustige Kraft, die von diesem Stück ausgeht? Geht es gar um die fast schon musikalische Raffinesse der künstlerischen Konstruktion?  I don’t know.   

 

Fotografie: Taming the Shrew by Uli Zrenner-Wolkenstein

 

ABGESCHAUT: BANDFOTO

Auf alle Fälle haben wir da eine ziemlich coole und ungezähmte Sängerin am rechten Bildrand lehnen. Tatoos, Ketten, direkter Blick, verwuscheltes Haar, Blumenröckchen. Das Beast ist hier nicht die Frau, sondern die Musik, deren Power von ihren Machern beherrscht und in die richtigen Bahnen gelenkt werden möchte! Und eine eher kratzbürstige Rockröhre kann da nur helfen!  Die vier entspannt dreinblickenden Jungs rechts von ihr machen mir nicht den Eindruck, als ob sie sich unbedingt einen Namen als Raubtierbändiger machen möchten. Das ist ja auch kein Käfig hier, diese Band ist eher ein altes, verwunschenes Haus, mit großem Garten, Unkraut, alten Fenstern aus Holz und Glas und wild die Fassade hochwucherndem Wein. Peace & Music upon you, #gendergeneration! 

 

 

ABGEHÖRT: SOME OTHER MEN

Yeah. Da haut mir gleich das Bluesschema ins Ohr, der Bass treibt in die Beine und der Kopf wird in den Höhen vom Hammond ausgeknipst. Ich bin auf Zeitreise und freu mich über die auf den Punkt einsetzende, klassisch-rauchige Stimme. Da ist ein wenig Janis Joplin, da ist ein wenig The Doors, Canned Heat, da ist Druck dahinter und viel Variation und Liebe zur Musik, die garantiert jeden noch so harten Easy Rider zum Nicken bringt. Dabei kann sich die Band voll auf ihren Drummer Felix verlassen, der einfach zuverlässig liefert und Luft macht für flirrende Tonfolgen, lockere Tastenkombis a la Mungo Jerry und das ein oder andere schmutzig wegrollende Gitarrensoli. Man spürt, da ist zwar nix gezähmt, aber dafür über die Zeit wissend zusammengewachsen und das macht Lust auf mehr. Lust for Live, lust for live, keeps us alive!  

Ihr kommt bitteschön alle am Mittwoch, den 11.9. ab 20 Uhr in die Heimat Regensburg. Taming the Shrew ist dann da, verwuschelt euch die Haare, vertreibt euch den Blues und schickt euch in ein fernes Land, in dem es immer noch Peace, Love and Understanding gibt. Oder mit Shakespeares Worten: Wie es euch gefällt!  

 

Bisher in dieser Reihe besprochen:

 

Code of the Road

Take Off Your Shirts

The Southern Funk Conspiracy

Levanter

Some Sprouts

Brew Berrymore

Null

B’n’T

Sunlit Pyramid

Parkpunk

Luisa Funkenstein

Mother the Mountain

Black Tape Lion

         

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