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HEIMAT HOMEGROWN BANDCHECK: SUNLIT PYRAMID

eingestellt von Fabian Lutz am 26. Oktober 2018

 

Es ist wieder einmal Herbst geworden und die vierte Runde der Konzertreihe Heimat Homegrown by Sparkasse Regensburg hat begonnen! Rechtzeitig vor der dunklen Jahreszeit legen wir deshalb mit endorphinem Bandmaterial nach. Zusammen mit dem Betreiber der Heimat Regensburg und Musikenthusiasten Tobias Maier unterstützen wir seit dem Jahr 2015 junge und vielversprechende Nachwuchsbands aus der Region. Neben den Live-Auftritten gibt es später gut gemachte Videos für Facebook, Youtube und Co. Zusätzlich stellen wir dieses Mal die Bands im Vorfeld ihrer Auftritte im Blog per Bandcheck kurz vor. Am 27. Februar spielen: SUNLIT PYRAMID!

 

So könnte ein wunderbares, altes Märchen aus dem Bayerischen Wald beginnen. Vier Buam aus Viechtach liebten die Musi über alles und gründeten eine Kapelle.  Sie hatten einen großen Traum: ihre Leidenschaft zum Beruf machen! Sie wollten, wie alle jungen Musiker, einmal berühmt werden, auf Tour gehen und irgendwann auch auf so großen Bühnen stehen, wie ihre Vorbilder. Ja – sie wollten hinaus in die Welt, aber sie liebten auch ihre Heimat. Den tiefen, malerischen Wald, Ort der Inspiration und Muße. Denn Heimat war für sie da, wo es ihnen gut ging, wo sie frei und in Frieden leben können. StopStopStop, sagt ihr jetzt? Zu schön, um wahr zu sein? Ist es nicht! Und diese Band, von der dieser Text handelt, heißt auch nicht „WaldlerWahn“, „Viechtacher Vier“ oder „Die wuidn Brotzlhosn“. Nein, diese Jungs schwimmen definitiv nicht in der gerade wieder so beliebten Volksmusiksuppn. Denn sie sind sehr begabt, musikalisch gut ausgebildet und haben einen Plan. Ihr Name? Sunlit Pyramid! Heißt so viel wie „Sonnenhelle Pyramide“. Und wer schon mal im Bayerischen Wald war, der weiß sofort: Die gibt‘s dort nicht im Dutzend!

 

AUFGEMERKT: BANDNAME

 

Womit ich mir das Stichwort gegeben habe. Name? Sieht etwas sperrig aus, lässt sich aber garantiert vor jeder Zugabe perfekt abfeuern. SAN-LIT-PÜRA-MIT!  SAN-LIT-PÜRA-MIT! SAN-LIT-PÜRA-MIT! Probiert es einfach mal selber aus. Funktioniert sowohl auf Bayerisch, als auch auf Englisch ganz wunderbar. Und wer nun meint, das alles sei Zufall,  irrt gewaltig. Ich zitiere aus einem älteren Interview der Gruppe: „Die Pyramide steht in ihrer geometrischen Form für die Bündelung von Energie. Die vier Ecken symbolisieren die vier Musiker. Jeder bringt seine Ideen ein und zusammen entsteht neue Musik, die dann aus der Spitze der Pyramide erklingt – und die Sonne zum Strahlen bringt.“

Hallo? KONZEPTALARM!  Schon dafür haben Max, Jakob, Flo und Tom bei mir eine fette Kerbe im Kritiker-Revolvergriff hinterlassen. Ich liebe Conceptual Art! Vor allem wenn sie auch noch aus eigenen, klugen und philosophischen Ideen entstanden sind. Und davon gibt es offensichtlich jede Menge. In Viechtach.

 

(c) Fotografie Sunlit Pyramid

 

ABGESCHAUT: BANDFOTO

 

Aber bevor eure Schädel jetzt vor lauter Anstrengung das Rauchen beginnen, lösche ich lieber prophylaktisch mit den leichteren Dingen des Lebens. Jawoll! Buid da deine Meinung: Da laufen sie, von rechts nach links über die Wiesn. Das Foto ist schwarz-weiß, die Körnung grob, fast analog. Wir sind unterwegs, sagt das. Gemeinsam, zu Fuß, mit den Händen in den Taschen oder einem Flascherl Bier in der Hand. Wir wissen, wo das noch hinmuss, irgendwo da hinten, wo die Bäume so schön stehen und der Heimathimmel über uns wacht. Ein Schnappschuss aus dem hier und jetzt? Ja, aber auch irgendwie zeitlos. Da ist so eine gewisse Spannung unter den Stiefeln, bei aller Lässigkeit. Man möchte halt gleich hinterher, mitkommen. Man will in die Gesichter und hinter die verwuschelten Schöpfe schauen. Woher kommt eure Musik? Und wohin läuft sie? Alles cool.      

 

 

ABGEHÖRT: CHAYENNE

 

Ich hab den Text leider nicht vorliegen, aber Chayenne ist der Name eines Indianerstammes, die Schutzgöttin der wilden Tiere oder auch: Die helle Sonne. Wie ein frühes Morgenlicht fällt dann auch der klare Synthiesound in dieses feine Stück. Ich musste unweigerlich an den (schon oft gecoverten) Soundtrack von Captain Future denken, die epische, irgendwie niemals endende Science-Fiction-Serie meiner Kindheit. Der Solid-Pyramid-Klang macht mich ähnlich süchtig und öffnet den Raum für die schwer einsetzenden, harmonischen Gitarrenklänge, die in diesem Crossover-Universum wiederum Platz schaffen für den gefühlvollen, auch etwas melancholisch vorgetragenen Refrain. Das Ding wär eine klassische, erdige Rockballade geworden – wäre da nicht diese saubere, synthetisch aufgesetzte Melodie, die ganz eindeutig der Gegenwart entspringt und nach vorn verweist. Schön!

Ihr wollt mehr davon? Ich definitiv. Kommt also, wenn es soweit ist, in die Heimat Regensburg und zieht euch einen ordentlichen Schuss Energie aus der Pyramide. Diese Band steht intouch mit Mutter Natur und hilft euch mit ihrer progressiven Kraft über die dunklen Tage!

 

Bisher in dieser Reihe besprochen: 

Code of the Road

Take Off Your Shirts

The Southern Funk Conspiracy

Levanter

Some Sprouts

Brew Berrymore

Null

B’n’T

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