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INTERVIEW MIT DORIS MÜHL: Frauen raus aus der Rentenlücke!

INTERVIEW MIT DORIS MÜHL: Frauen raus aus der Rentenlücke!

 

Zahlen lügen nicht: In Deutschland erhalten Frauen im Schnitt nur halb so hohe Rentenzahlungen wie Männer. Denn der sogenannte „Renten Gap„, also die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern über 65 Jahren, liegt im bundesweiten Durchschnitt bei 53 Prozent. Rund drei Viertel dieses Unterschieds beim Einkommen lassen sich dadurch erklären, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten oder geringfügig beschäftigt sind als Männer, dass sie öfter in schlechter bezahlten Branchen arbeiten oder seltener Führungskräfte werden. Doch auch mit einer vergleichbaren Qualifikation oder bei einer vergleichbaren Tätigkeit verdienen Frauen in Deutschland immer noch etwa sechs Prozent weniger als Männer. Das Geschlecht führt also zu einer unterschiedlich hohen Bezahlung für die gleiche Arbeit. Egal wie man politisch, moralisch oder gesellschaftlich zu diesen Fakten steht – in keinem Fall ist es gut, im Alter zu wenig Geld zur Verfügung zu haben, egal ob Männlein oder Weiblein. Was kann Frau also selbst tun, um die Lücke möglichst klein zu halten oder zu schließen? Darüber haben wir mit Doris Mühl, Leiterin der Abteilung Vertriebsmanagement bei der Sparkasse Regensburg gesprochen.

 

Liebe Frau Mühl, warum ist es wichtig die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen zu fördern?

Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen! Fakt ist, dass Frauen über 65 Jahre im Schnitt nur eine halb so hohe Rente beziehen wie Männer. Das liegt daran, weil Frauen durchschnittlich kürzer berufstätig sind als Männer. Kindererziehungs- oder Pflegezeiten und längere Phasen der Teilzeitarbeit sorgen auch zukünftig bei jüngeren Frauen leider für weniger Rente im Vergleich zu Männern.

 

Warum möchte die Sparkasse Regensburg für das Thema „Renten Gap“ sensibilisieren?

Weil uns das Thema sehr wichtig ist. Gleichzeitig ist es unser öffentlichen Auftrag, unabhängig von Einkommen oder Vermögen die gesamte Bevölkerung bei der Lebensvorsorge zu unterstützen. Weil Frauen dabei im Hintertreffen liegen, fokussieren wir uns besonders auf die Förderung ihrer Vorsorge.

 

 

„Frauen sind bei der Geldanlage leider zurückhaltender als Männer.“ (Doris Mühl)

 

Welche Unterschiede gibt es bei der Geldanlage zwischen Frauen und Männern?

Wir stellen fest, dass Frauen bei der Geldanlage leider zurückhaltender sind als Männer. Sie gehen oft weniger Risiken ein und verzichten somit auf Rendite. Darüber hinaus interessieren sie sich weniger für Finanzthemen. Das finde ich sehr schade!

 

Was können Frauen tun, um die Rentenlücke zu verringern?

Das Thema Vorsorge selber in die Hand nehmen und jeden Monat Geld für die Rente auf die Seite packen! Daneben in einer Partnerschaft die Renten Gap verringern. Wenn die Frau während der Kinderbetreuung länger aus dem Job aussteigt oder in Teilzeit arbeitet, sammelt sie deutlich weniger Rentenansprüche an. Zum Beispiel durch eine private Vorsorge kann dieser Unterschied ausgeglichen werden. Oft lohnt es sich staatliche Fördermöglichkeiten auszunutzen.

 

Was raten Sie also interessierten Kundinnen ganz konkret?

Ich rate immer zu einer gesunden Portion weiblichen Egoismus. Sorgen Sie sich nicht nur um andere, denken Sie vor allem auch an sich selbst. Sprechen Sie uns an – wir unterstützen Sie gerne und helfen Ihnen dabei, Ihre persönliche Zukunft abzusichern. 

 

Liebe Frau Mühl, vielen Dank für das informative Gespräch.

 

 

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