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DEKA VOLKSWIRTSCHAFT PROGNOSEN: „Vielfältigen Unsicherheiten die Stirn bieten“

eingestellt von Fabian Lutz am 12. Dezember 2018

DEKA VOLKSWIRTSCHAFT PROGNOSEN: „Vielfältigen Unsicherheiten die Stirn bieten“

 

Auf die Korrektur an den Aktienmärkten im Oktober folgte bislang eine mehr als zögerliche Erholung. Auch wenn es in den letzten Tagen des Jahres noch einige freundliche Handelstage geben sollte, bleibt es dabei, dass das Jahr 2018 an den Kapitalmärkten wenig Freude gemacht hat: deutlich rückläufige Aktienkurse in Europa, magere Renditen bei Anleihen. Die Ursache waren insbesondere die Bestrebungen der Notenbanken, die Zinsen wieder etwas nach oben zu bringen. In den USA ist die Notenbank damit schon weit vorangeschritten, aber auch hierzulande macht sich die Europäische Zentralbank daran, eine ganz behutsame Zinswende einzuleiten. Aktien und Anleihen reagierten darauf mit Vorsicht, denn steigende Zinsen könnten weltweit die Konjunktur abbremsen. Und wie sieht es aus mit dem Einfluss der großen Politik? Es beeinträchtigt zwar die globale Konjunktur wenig. Das liegt vor allem daran, dass die Zollmauern noch niedrig sind. Hier die Volkswirtschaft Prognosen der Dekabank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen.

 

Aufschwung angekommen

Allerdings bieten vor allem die Konsumenten in Europa und in den USA den verschiedensten Unsicherheiten hinreichend erfolgreich die Stirn. Der in vielen Ländern schon seit 2009/10 währende konjunkturelle Aufschwung ist mehrheitlich am Arbeitsmarkt angekommen: Mit Stellenaufbau und Lohnsteigerungen besteht eine stabile Quelle für die Konsumausgaben privater Haushalte. Zwar gehen die Deka-Volkswirte für 2019 und 2020 von geringeren Expansionsraten als im Jahr 2018 aus, aber das globale Bruttoinlandsprodukt dürfte immerhin noch jeweils um knapp dreieinhalb Prozent zulegen. Dies ist eine eindeutig gute Nachricht, die es zu vermelden gibt. Denn damit bleibt das makroökonomische Umfeld konstruktiv.

 

Gute Einstiegsmöglichkeiten

Trotz des Aufschubs von Zollerhöhungen zwischen den USA und China um 90 Tage werden uns dieses und weitere Risikothemen wie Brexit und Italien weit über den Jahreswechsel hinaus erhalten bleiben. Es mag mancherorts auch noch zu weiteren Abwärtsrevisionen bei den Konjunkturprognosen und den Gewinnschätzungen für Unternehmen kommen. Taktisch kann man auf eine Erholung setzen, aber die ungemütliche Umgebung für die Finanzmärkte dürfte noch eine ganze Weile lang anhalten. In dieser Zeit kann es zu weiteren Rücksetzern an den Aktienmärkten kommen. Solche Episoden stellen jedoch gute Einstiegsmöglichkeiten in die Märkte dar. Denn grundsätzlich wird sich an dem Bild extrem niedriger Zinsen bei einer soliden Wirtschaftsentwicklung vorerst nichts ändern. Damit wird das Jahr 2019 eine gute Phase für den kontinuierlichen Aufbau eines langfristig orientierten Wertpapierportfolios. 

 

Deutschland Volkswirtschaft Prognose

Deutschland Erwartungsgemäß ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im dritten Quartal gesunken. Dafür waren in erster Linie die Probleme der deutschen Automobilhersteller bei der Neuzulassung ihrer Fahrzeugtypen verantwortlich. Mit der fortschreitenden Typenzulassung wird die Produktion in der Automobilindustrie wieder hochgefahren werden. Die stärksten positiven Effekte dürften dabei erst im ersten Quartal 2019 verbucht werden. Bislang überzeugen die harten Konjunkturindikatoren noch nicht: Zwar legten die Auftragseingänge leicht und der Industrieumsatz deutlich zu, doch die Produktion im produzierenden Gewerbe und der Einzelhandelsumsatz enttäuschten. Deka Volkswirtschaft Prognoserevision: Bruttoinlandsprodukt 2019: 1,5 % (bisher: 1,6 %); Inflation 2019: 1,7 % (bisher: 2,0 %).

 

 

Euroland Volkswirtschaft Prognose

Das Wachstum im dritten Quartal war enttäuschend. Mit Deutschland und Italien haben zwei der großen vier EWU-Länder einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Vorquartalsvergleich gemeldet. Die vorliegenden Stimmungsindikatoren deuten an, dass dies für Euroland insgesamt ein Ausrutscher war und die Konjunkturdynamik im vierten Quartal wieder leicht anzieht. Weniger gut sieht es in Italien aus. Mehr als Stagnation im vierten Quartal wäre hier eine positive Überraschung. Eine wichtige Stütze für die europäische Konjunktur ist nach wie vor der Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote lag im Oktober bei 8,1 %. Die Heterogenität zwischen den EWU-Ländern ist aber weiterhin sehr groß. Während in Deutschland die Arbeitslosenquote bei 3,3 % liegt, ist sie in Spanien noch bei 14,8 %. Auch in Italien und Frankreich befinden sich die Arbeitslosenquoten mit 10,6 % bzw. 8,9 % oberhalb des EWU-Durchschnitts. Deka Volkswirtschaft Prognoserevision: Inflation 2019: 1,4 % (bisher: 1,7 %).

 

USA Volkswirtschaft Prognose

Die aktuelle Wachstumsdynamik scheint weiterhin relativ hoch zu sein. Dank vergleichsweise kräftiger Konsumausgaben der privaten Haushalte nahm nach inoffiziellen Berechnungen das monatliche Bruttoinlandsprodukt im Oktober um 0,3 % gegenüber dem Vormonat zu. Gleichwohl reicht dieses Expansionstempo nicht an die Entwicklung bis zum Spätsommer heran – die Wachstumsspitze scheint überschritten zu sein. Erste Teilbereiche wie beispielsweise der private Wohnungsbau zeigen, dass die Zinserhöhungen der Fed zu den gewünschten Bremsspuren führen. Inflationsseitig sind weiterhin keine Gefahren durch ein zu stark steigendes Preisniveau zu erkennen. Die jüngsten Inflationszahlen kamen sogar eher etwas schwächer als erwartet, und die seit Ende September eingeführten Zölle gegenüber China fanden bisher noch nicht einmal bei den Importpreisen ihren Niederschlag. Deka Volkswirtschaft Prognoserevision: Inflation 2019: 2,4 % (bisher: 2,5 %).

 

 

 

Quelle: DekaBank

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