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DEKA-WM-STUDIE macht Hoffnung: Deutschland wieder Weltmeister?

eingestellt von Fabian Lutz am 21. Juni 2018 um 14:09 Uhr

Auch wenn es im Moment gar nicht danach ausschaut: laut der traditionell erstellten WM-Studie der DekaBank ist die deutsche Mannschaft der absolute Top-Favorit für die Verteidigung des Weltmeistertitels 2018. Denn auch wenn das verlorene Spiel gegen Mexiko ein Trauerspiel war: Die harten Zahlen und Fakten sprechen für Jogis kampferprobte Truppe. Wir gewinnen also – zumindest in der Theorie. In der Studie „Die deutsche Fünf-Sterne-Bewegung“ prognostizieren die Volkwirte der Deka den Turnierverlauf der anstehenden Fußball-WM auf der Grundlage von volkswirtschaftlichen Analysen. Aus simulierten 10 Millionen möglichen Turnierverläufen haben die Volkswirte für die deutsche Nationalmannschaft die zweithöchste Wahrscheinlichkeit für den Titelgewinn ermittelt. Das macht uns doch wieder etwas Hoffnung für das Speiel gegen Schweden!

 

„Die deutsche Elf startet mit guten Chancen auf den Titel“, sagt Dr. Holger Bahr, Leiter Volkswirtschaft der Deka. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen der Volkswirtschaftlichen Abteilung hat Dr. Bahr sein analytisches Augenmerk auf das fußballerische Großereignis 2018 gerichtet. Prognostische Ernsthaftigkeit gepaart mit augenzwinkernden Formulierungen und Argumentationsketten nehmen den Ausgang der Fußball-WM in Russland vorweg. Für die Vorrunde ist das Ergebnis eindeutig: „Machen wir uns nichts vor, die drei Gruppenspiele der deutschen Elf bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland dienen einem Ziel: dem Aufwärmen“, erklärt Dr. Bahr.

 

Dr. Holger Bahr

 

Favoriten im Fakten-Check

 

Nach einem langen Turnier sollten sich am 15. Juli 2018 in Moskau zwei Favoriten gegenüberstehen: Die deutsche Elf stößt aller Voraussicht nach entweder auf die Brasilianer oder die Franzosen. Bei den im quantitativen Modell errechneten Wahrscheinlichkeiten liegen die Brasilianer mit 7,7 Prozent am höchsten, Deutschland folgt unmittelbar darauf mit 7,3 Prozent. „Das Modell hat jedoch keine Ahnung von der aktuellen Verletzung des brasilianischen Nationalspielers Neymar, daher muss das brasilianische Team ein Aufeinandertreffen mit der deutschen Elf durchaus fürchten“, erklärt Dr. Bahr. Die geringste Chance aller Turnierteilnehmer auf den Weltmeistertitel hat der volkswirtschaftlichen Prognose zufolge übrigens das Team aus Peru.

 

 

Herr Dr. Bahr,  was spricht für den deutschen Durchmarsch bei der WM 2018? 

Spielerische Klasse mit Blick auf Platz 1 der FIFA-Weltrangliste, das Selbstbewusstsein eines Titelverteidigers und die Motivation, den fünften Stern für das Nationaltrikot zu holen. Jogis Eleven ist blitzsauber durch die WM-Qualifikation gekommen. Wir haben gleichermaßen analytisch sauber wie auch augenzwinkernd mit einem qualitativen Ansatz, also Expertenwissen und Erfahrung, sowie mit einem komplexen quantitativ-statistischen Modell den Turnierverlauf und -ausgang prognostiziert. So gut wie dieses Mal standen die von uns erwarteten Titelchancen tatsächlich bei keinem der vergangenen fußballerischen Großereignisse.

 

Welches gegnerische Team könnte unserer Nationalmannschaft besonders gefährlich werden?

Hier sind wohl zwei Mitfavoriten zu nennen: Brasilien und Frankreich. Speziell wenn der brasilianische Star Neymar rechtzeitig wieder fit wird, sind die Brasilianer ein brandgefährliches Team. Ihr Torhunger ist bekannt, so liegt der Koeffizient von Toren pro WM-Spiel mit 2,13 höher als bei jedem anderen WM-Teilnehmer (Deutschland 2,11). Da Geld eben doch auch Tore schießen kann, kommt man um die Équipe Tricolore nicht herum. Die teuerste Elf des französischen Teams kostet mit 670 Millionen Euro (Deutschland 535 Millionen Euro) mehr als alle Konkurrenten bei dem anstehenden Turnier: Fast ein Drittel des Marktwerts konzentriert sich auf einen einzigen Spieler, und zwar Kylian Mbappé. In immerhin zehn Mannschaften gibt es einen Spieler, der mindestens so teuer ist wie unser wertvollster Spieler Toni Kroos. Das spricht eindeutig für die diversifizierte Stärke, also guten Mischung des deutschen Kaders.

 

Battle mit Brasilien und Frankreich

 

Ein direkter Vergleich der fußballerischen Schwergewichte zeigt, dass die Indikatoren eng zusammen liegen. Die deutschen Elf belegt Platz 1 in der Fußball-Weltrangliste, Brasilien den zweiten Platz. 20 WM-Teilnahmen mit einer Siegquote von 67,3 Prozent pro Spiel bei den Brasilianern stehen 18 WM-Teilnahmen der DFB-Elf mit einer Quote von 62,3 Prozent gegenüber. Beim Marktwert der Mannschaften geht die Schere aber auseinander: Auf 653 Millionen Euro wird die Elf der Brasilianer geschätzt. Jogis Jungs kommen auf 535 Millionen Euro. Und hier kommen die Franzosen ins Spiel, denn ihre bislang teuerste Elf bringt es auf einen Marktwert von 670 Millionen Euro. Allerdings konzentriert sich dabei fast ein Fünftel auf einen einzigen Spieler, den Rechtsaußen Kylian Mbappé. In immerhin zehn WM-Teams gibt es einen Spieler, der mindestens so teuer ist wie Toni Kroos. Das spricht eindeutig für die diversifizierte Stärke des Teilnehmerfelds und auch eine gute Mischung des deutschen Kaders. „Wir sind nicht von ein oder zwei Spielern abhängig. Diversifikation ist beim Fußball wie bei der Geldanlage vorteilhaft“, beschreibt Dr. Bahr. Wie sehr die genannten Favoriten aus dem Teilnehmerkreis teilweise herausragen belegt beispielsweise, dass mit 6,4 Millionen Euro die Mannschaft Panamas den geringsten Wert hat. Die niedrigste WM-Torquote hat Tunesien mit 0,64 Toren je Spiel. Demgegenüber erzielte Deutschland durchschnittlich 2,11 Tore, die Brasilianer 2,13 Tore und die Franzosen „nur“ 1,80 Tore.

 

Der Weg zur Prognose

 

Ganz klassisch gehen die Deka-Volkswirte einerseits mit qualitativem Expertenwissen und andererseits mit einem quantitativen Modell an die Prognosearbeit. Und sie sind dabei zuversichtlicher für einen deutschen WM-Sieg als vor vier Jahren: „Die Spielerstärke der 32 Mannschaften und die Ergebnisse aus den Weltmeisterschaften der vergangenen 20 Jahre sind in Form von Sieg- und Niederlage-Wahrscheinlichkeiten in ein ausgeklügeltes quantitativ-statistisches Modell eingeflossen“, erläutert Dr. Bahr die Methodik. Zusätzlich motiviert durch den qualitativen Ansatz (Erfahrung und das fußballspezifische Expertenwissen der Deka-Volkswirte), der einen Finalsieg gegen die Franzosen erwartet, dürfen Fußball-Enthusiasten dem Ziel der Titelverteidigung zuversichtlich entgegenfiebern.

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