SPARKASSE SPORT: Lauf, Weisheit, lauf!

von Felix Plinke am in Inspirieren ist einfachKommentieren

Inspirieren ist einfach (Glühbirne)_weißLaufweisheiten kennt jeder. Sie werden oft mit Bauernregeln verglichen und zu allen möglichen Zwecken eingesetzt. Tatsächlich orientieren sich aber auch einige ambitionierte Sportler daran. Ich gebe zu: Auch ich arbeite immer mal wieder mit einigen Sprüchen und Zitaten, um mich zu motivieren oder mein Training zu steuern. Doch sind die Sätze wirklich der Weisheit letzter Schluss? Ich finde: Die trainingsarme Winterzeit ist ideal, um ein wenig über hintersinnige Schlaumeiereien zu philosophieren. Legen wir also los:

„Leichtathletik ist nicht Eiskunstlauf. Du musst nicht lächeln und gut ausschauen, um die Kampfrichter zu überzeugen.”

Da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Es braucht nicht immer die komplette Vollausstattung mit den schönsten Klamotten in allen gerade angesagten Farbkombinationen. Das ist doch egal! Es geht nicht darum, wer während des Trainings am Besten aussieht, sondern wer auch neben dem Sport eine gute Figur macht. Daher solltet ihr euch beim Laufen immer auf das Wesentliche konzentrieren. Währenddessen könnt ihr ruhig mal ins Schwitzen geraten oder einen roten Kopf bekommen. Fazit: Sei du selbst!

„Man muss nicht blöd sein, um Marathon zu laufen. Aber es erleichtert die Sache ungemein.“

Zugegeben: Es gibt sehr viele intelligente Menschen, die einen Marathon schon ziemlich schnell gelaufen sind. Dennoch finde ich den Spruch an sich sensationell. Gerade bei längeren Strecken oder hohem Tempo ist es besser, wenn ihr nicht so viel darüber nachdenkt. Mir geht das oft so. Wenn ich anfange zu denken, dann wird das Training oder der Wettkampf schlecht. Deshalb: Einfach die Hirnaktivität ein bisschen runterschrauben. Mein Tipp: Während des Laufens sollte man nicht an die Länge der Strecke denken. Schaut lieber auf die paar Meter vor euch und lasst euch treiben! Fazit: Kopflos ist leichter!

„Running too fast on our easy days“ (An guten Tagen läuft man zu schnell)

Das Problem haben viele Läufer. Unser Körper kann nicht immer nur Vollgas geben. Dauerpower führt irgendwann zu psychischen Problemen und körperlichen Schäden. Dabei geht es jetzt nicht um irgendwelche schnellen Zeiten auf der Uhr, sondern um die persönlichen Geschwindigkeiten. Es ist ganz natürlich, dass der Körper mal eine Auszeit braucht. Sendet er müde Signale, dann nutzt diese auch und regeneriert lieber aktiv, als noch einmal draufzuhauen. Das sage ich auch immer wieder den „Jungen Wilden“ in unserem Verein. Denn irgendwann rächt sich der Körper und es geht nicht mehr weiter. Fazit: Tempo rausnehmen.

„Sekunden, die Du am Anfang gewinnst sind Minuten, die Du am Ende verlierst“

Das machen so viele Athleten falsch – selbst Leistungssportler! Ich kenne einige Kandidaten, die sagen: „Was man hat, das hat man!“ Bei dieser Aussage läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Bitte: Streicht das aus eurem Repertoire. Es ist immer besser, zwei gleiche Hälften zu laufen oder die zweite Hälfte schneller zu gestalten. Das hat mehrere Vorteile. Erstens, man ist bei der Mitte der Strecke noch nicht so kaputt. Zweitens überholt man am Ende noch Läufer. Und drittens: So mobilisiert man zusätzliche Kräfte und Energie. Fazit: Klug begonnen, halb gewonnen.

„The best pace is suicide pace and today is the best day to die“ (Gib einfach alles bis zum Umfallen!)

Das Zitat von Steve Prefontaine ist für alle Racer unter euch. Ich rufe mir den Satz mehrmals vor einem wichtigen Rennen ins Gedächtnis. Damit mache ich mir bewusst, dass es ziemlich hart werden wird und ich an meine Grenzen gehen muss. Ich stelle mich dadurch auf den Wettkampf ein und kann viel leichter diese Grenzen erreichen. Fazit: Funktioniert im Wettkampf.

Summa summarum: Aus fast allen Weisheiten lässt sich ein Mehrwert generieren. Ich denke, es steckt überall ein Fünkchen Wahrheit drin. Allerdings ist vieles auch sehr überspitzt formuliert. Dafür merkt man sich die coolen Sätzchen aber auch viel besser!

Noch ein Spruch? Kieferbruch!

 

Euer Plinkelix

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