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Ein aktuelles Interview mit unserem Immobilienexperten Helmut Wittl

Herr Wittl, als erfahrener Immobilienmakler der Sparkasse Regensburg wissen Sie bestens über die aktuelle Marktsituation Bescheid. Verraten Sie unseren Lesern: Was sind denn im Moment die beliebtesten und besten Wohnlagen in Regensburg?

Ich glaube, dass in einer so schönen Stadt wie Regensburg viele begehrenswerte Ecken existieren. Als Interessent muss ich mir nur im Klaren sein, will ich es lieber lebhaft, wie in der Altstadt, oder ruhig und familiengerecht.

Gibt es also momentan kein eindeutiges Stadtgebiet, das besonders angesagt oder nachgefragt ist?

Neben der Altstadt sind auch schon seit Längerem der Süden und der Westen Regensburgs gut nachgefragt. Das muss aber nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die Lage sollte immer der individuellen Lebenssituation und natürlich auch den finanziellen Möglichkeiten des Käufers entsprechen.

Ganz allgemein gefragt: Welche konkreten Kriterien muss denn eine Immobilie aus Ihrer Sicht mit sich bringen, um für den Markt attraktiv zu sein? Gibt es Dinge, die man als Verkäufer unbedingt im Vorfeld beachten sollte?

Das liegt vermutlich im Auge des Betrachters. Die Argumentation „Lage, Lage, Lage“ stimmt meines Erachtens nur noch bedingt. Neben der Stellplatzsituation wird in Zukunft auch die Energetik eine wichtige Rolle spielen. Bei aktuellen Verkaufsbemühungen muss der Verkäufer natürlich auch auf das äußere Erscheinungsbild achten. Die zu werbende Immobilie sollte sauber und die Fotos aussagekräftig sein.

Sie sprechen die Energetik an. Welche energetischen Voraussetzungen sollte ein Haus mit sich bringen?

In der Zukunft wird eine Immobilie auch an ihren Verbrauchsnebenkosten gemessen. Dies bedeutet, dass eine Immobilie, die die einschlägigen KfW-Standards (Anm.: anerkannte Förderstufen der KfW Bankengruppe) erfüllt, in Zukunft besser verkäuflich sein wird. Und für Neubauten steht schon die verschärfte Version der Energieeinsparverordnung vor der Tür.

Welche Art von Wohnobjekten ist aus Ihrer Sicht im Moment gerade besonders attraktiv?

Auf Grund der derzeit sehr niedrigen Zinsen ist die Immobilie generell attraktiv. Nicht nur für den Kapitalanleger als Investition in das wertbeständige und inflationsgeschützte „Betongold“, sondern auch für den Eigennutzer. Wer jetzt nicht ans Eigentum denkt, wird es bei hohen Zinsen später nicht mehr tun können. Hinzu kommt, dass es im Rentenalter sicherlich besser ist, in der eigenen Immobilie zu wohnen als teure Mieten zu bezahlen.

Sehen Sie somit keinen großen Unterscheid zwischen einem Haus und einer Wohnung?

Nein, da möchte ich momentan bewusst nicht unterscheiden. Für den einen Interessenten ist es die Altstadtwohnung mit Dachterrasse, für den anderen das Häuschen im Grünen. Wichtig ist, dass die Immobilie „mir gehört“.

Wie sieht es dabei im direkten Umland der Stadt Regensburg aus? Wie verhalten sich in den anliegenden Gemeinden die Preise in Verbindung mit der Lebensqualität und der Infrastruktur? Welches Potential sehen Sie hier?

Im direkten Umland und damit im „Dunstkreis“ von Regensburg verhalten sich die Preise ähnlich wertstabil wie in der Domstadt selbst. In der Regel liegen die Werte jedoch auf etwas niedrigerem Niveau. Aber auch Orte, die etwas weiter entfernt liegen, sind für Haushalte mit einem kleineren Budget sehr interessant.

Können Sie dies ein wenig konkretisieren, ab welcher Entfernung die Abschwächung des Niveaus beginnt?

Das kann man pauschal nicht sagen. Grundsätzlich kann man es aber an den fallenden Grundstückspreisen (Anm.: Bodenrichtwerte) ablesen. Mit „Dunstkreis“ meinte ich die typischen Stadtrandlagen wie Pentling, Lappersdorf, Tegernheim, Obertaubling und Neutraubling.

Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind beliebte Objekte. Sie werden kaum auf dem Markt angeboten sondern oft schon auf dem Papier verkauft. Wie komme ich am besten an solche Einheiten, die für viele nicht ersichtlich sind?

Die überdurchschnittliche Nachfrage ist derzeit wirklich für viele Interessenten undankbar. Ich rate jedem, sich von einem Finanzierungsspezialisten vorher ein Finanzkonzept entwickeln zu lassen. Dann weiß ich als Interessent, in welcher Preiskategorie ich mich bewegen kann. Umso flexibler und schneller kann ich dann reagieren, wenn mir meine Traumimmobilie angeboten wird.

Jedoch sind leider einige Objekte nicht immer einsehbar. Gibt es ganz konkret keinen „Zwischenhändler“, der einen schnell informieren kann, um solche Immobilien oder Grundstücke zu erhalten?

Nein, „Zwischenhändler“ gibt es nicht. Gut organisierte Maklerbüros unterhalten sogenannte Vormerkkarteien, in die jeder sich aufnehmen lassen kann. Somit erhalten Interessenten immer sehr zeitnah das neue Angebot. Wenn man dann noch schnell genug reagieren kann und das nötige Quäntchen Glück besitzt ist die Traumimmobilie greifbar nah.

Welche konkreten Bau-Projekte stehen aus ihrer Sicht aktuell an um diese Nachfrage zu sättigen?

Unsere Stadtspitze gibt sich bei den städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen sehr viel Mühe. Ganz aktuell entstehen auf dem CANDIS Gelände und auf dem Marina Quartier neue Wohnungen und Häuser. Aber auch auf der früheren Nibelungenkaserne und im Dörnbergviertel sind Neubauten geplant.

Die Experten sind zweigeteilt über die Zukunftsprognosen für die Region. Einige sind der Meinung, dass eine Immobilienblase in Regensburg entsteht. Andere sehen schon den Scheitelpunkt erreicht. Was meinen Sie als Experte?

Die Kriterien für Finanzierungen sind mittlerweile so, dass es kaum noch zu Zwangsversteigerungen wegen „geplatzter“ Finanzierungen kommt. Bei uns ist alles gut durchdacht, gemanagt und finanziert. Ich glaube, Blasen wie in den USA kann es dadurch nicht geben. Der Markt wird sich irgendwann auf hohen und stabilen Niveau beruhigen, bis der nächste Boom entsteht.

Haben Sie keine Angst, dass bald deutlich mehr Angebot als Nachfrage existiert?

Nein, da habe ich keine Angst. Die Wirtschaftsregion Regensburg wird immer wieder für neue Arbeitsplätze sorgen. Damit verbunden steigt natürlich auch die Attraktivität für Neuzuzüge und somit auch die Nachfrage für den Immobilienmarkt.

Welche allgemeinen Tipps und Tricks können Sie mit Ihrem Hintergrundwissen unseren Lesern noch praktisch mit auf den Weg geben? Sowohl für Käufer als auch für Verkäufer?

Tipps und Tricks habe ich leider keine. Auch bei mir steht auf dem Schreibtisch das übliche „Handwerkszeug“ eines Maklers. Mich überrascht der Immobilienmarkt auch zuweilen, deswegen ist Sorgfalt und Genauigkeit oberstes Gebot, für Verkäufer und Käufer. Hier steht die Sparkasse in allen Belangen mit Rat und Tat zur Seite. Wir beraten Sie gerne!

Herr Wittl, wir danken Ihnen für dieses informative Gespräch!

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