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ANLAGEBERATUNG SPEZIAL: Unruhige Zeiten an der Börse

eingestellt von Fabian Lutz am 26. November 2018

 

Keine Frage, das Klima an den weltweiten Märkten ist etwas ruppiger geworden. DAX und Dow waren zuletzt sehr schwankungsanfällig. Dafür gibt es ein ganzes Bündel von Gründen: Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der steigende Ölpreis, in der EU die schwierigen Brexit-Verhandlungen und der Streit um den italienischen Staatshaushalt. Dann hat die Bundesregierung auch noch ihre Wachstumserwartungen nach unten korrigiert, und der IWF erwartet ein langsameres Wachstum der Weltwirtschaft. Diese Kombination sorgt bei den Finanzmarktteilnehmern für Anspannung. Die Hoffnung: Gibt es dann wieder positive Nachrichten, etwa die ersten Verhandlungsergebnisse für den Brexit, werden die Börsen darauf auch reagieren. Alles in allem ein guter Zeitpunkt, um die Gesamtlage im Sinne einer allgemeinen Anlageberatung einmal genauer zu analysieren – natürlich in enger Abstimmung mit unseren Experten von der Dekabank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen.

 

Zunächst ein kleiner Schock: Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands ist im dritten Quartal 2018 im Vergleich zu den drei Monaten davor um 0,2 Prozent zurückgegangen. Die deutsche Wirtschaft ist damit erstmals seit 2015 geschrumpft. Kommt jetzt der Abschwung? Deka-Chefvolkswirt Dr.Ulrich Kater gibt da Entwarnung: „Deutschland hat kein Konjukturproblem, sondern ein Automobilproblem”, sagt der Experte.

 

 

Crash mit Ansage

Der Einbruch zwischen Juli und September war „ein Crash mit Ansage”, so Kater. Der Dieselskandal bringe jetzt auch die Konjunktur durcheinander. Ab dem 1. September sind neue Fahrzeugtypen zudem nur noch dann zum Verkauf zugelassen, wenn sie gemäß des neuen WLTP-Prüfzyklus zertifiziert wurden. WLTP steht für Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure. Da die Zertifizierung in vielen Fällen aber nicht rechtzeitig gelang, wurde schon im Vorfeld die Produktion gedrosselt. So sank der inländische Umsatz der Automobilindustrie im dritten Quartal um fast 11 Prozent. Dieser Einbruch sei indes so nur ein Einmaleffekt, so Kater: „Die aufgrund fehlender Zulassungen gedrosselte Automobilproduktion wird in den kommenden Monaten aufgeholt, das Wachstum dann entsprechend größer sein.”

Ohne das Diesel-Desaster ist die deutsche Konjunktur nach der Analyse der Volkswirte weiterhin ordentlich unterwegs: Bremseffekte vom privaten Konsum und vom Außenbeitrag standen im dritten Quartal positive Impulse von den Ausrüstungs-, Bau- und Lagerinvestitionen gegenüber.

 

Die Puste geht aus

Und wie geht es mit der Konjunktur weiter? Die Deka-Experten sehen, dass der deutschen Hochkonjunktur „ein wenig die Puste ausgeht”. Nach einem Mega-Aufschwung von zehn Jahren mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 2,1 Prozent pro Jahr sei das auch kein Wunder. Das Fazit der Fachleute fällt denn auch optimistisch aus: Der deutsche Konjunkturmotor laufe trotz der Fehlzündung im dritten Quartal rund. Allerdings verringere sich die Drehzahl etwas. Und das könne sogar gesund sein: „Nach einer längeren Fahrt im roten Drehzahlbereich mit Knappheitserscheinungen bei Personal, Material und Maschinen ist eine gemächlichere Gangart durchaus der Lebensdauer des Motors zuträglich.”

 

Das Vermögen sinkt

Viele Anleger sagen selbst, dass sie zu wenig über Wertpapiere wissen. Das zeigt auch das aktuelle Vermögensbarometer des DSGV: Rund 38 Prozent der Befragten schätzen ihren Kenntnisstand als mangelhaft ein. Und genau hier sind auch wir als Sparkasse Regensburg gefragt. Was bedeutet es, wenn über die Hälfte aller Befragten sagen, dass sie nur Geldanlagen ohne jegliches Risiko wollen und dafür Verluste in Kauf nehmen? Das bedeutet, dass ohne eine kluge Anlageberatung das Vermögen sinkt und die Sparer sich in Zukunft weniger leisten können. Stellen wir das den Risiken von Wertpapier-Sparplänen gegenüber, stimmen viele Kunden zu, dass diese für sie in Ordnung sind. Eine individuelle Einordnung von Risiken und Chancen ist also wichtig.

 

Regeln einhalten

Aber wie sollen die Anleger in der Zwischenzeit reagieren? Die Botschaft ist klar. Wer sich bei seiner Geldanlage an ein paar Regeln hält, kann der aktuellen Nervosität an den Märkten gelassen gegenübertreten. Wichtig ist es, aktiv zu werden und nicht abzuwarten, bis vielleicht die Zinsen wieder steigen. Regelmäßig und langfristig in Wertpapiere sparen ist hier der wichtigste Hinweis. Denn eines gilt nach wie vor in der Nullzinsphase: Parke ich mein Geld auf dem Sparbuch oder dem Tagesgeldkonto, gibt es darauf keine Zinsen. Zudem liegt die Inflation deutlich über dem Zinsniveau. Real fallen so negative Erträge an. Der Geldwert sinkt also, je länger das Geld dort liegt. Das Wichtigste bei schwankenden Kursen: Ruhe bewahren. Und Geduld. Das ist schwierig,  aber je länger man seine Anlage hält, desto eher wirft sie Rendite ab. Natürlich gibt es auch Risiken. Kursausschläge bieten nicht nur Chancen, sondern können auch Verluste beinhalten. Auf lange Sicht können diese aber geglättet werden. Auch in Sachen Nerven kann eine professionelle Anlageberatung den richtigen Weg aufzeigen.

 

Risiko streuen

Sinn macht es, Investitionen in unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Immobilien breit zu streuen. Gerade in turbulenten Zeiten wie diesen ist diese Diversifizierung wichtig. Das ist ähnlich einem Pferderennen: Setzt man auf mehrere Pferde, läuft das eine weiter, wenn das andere strauchelt. Im nächsten Schritt sollten aus demselben Grund innerhalb der Anlageklassen Positionen in unterschiedliche Branchen, Regionen und Währungen aufgebaut werden. Würde man das alles selbst machen, wäre es mühsam und zeitaufwendig. Daher gibt es Fonds, die dieses Modell abbilden. Natürlich können sich auch hier Währungs- und Wertschwankungen negativ auf die Anlage auswirken. Und je höher der Aktienanteil, desto eher kann der Wert schwanken. Deshalb sollte nur der Teil des Geldes in Aktien angelegt werden, auf den man einige Zeit verzichten kann.

 

Hier kommen ein paar Tipps aus der Welt der Anlageberatung, um gut schlafen zu können, während das Geld arbeitet:

 

 

 

Kurzinterview zum Thema mit Dr. Ulrich Kater
 
An den Aktienmärkten ist es wieder holpriger geworden. Worin sehen Sie hierfür die Hauptursache?
Für viele ist Donald Trump der Spielverderber der Weltwirtschaft mit seinem vom Zaun gebrochenen Zollstreit, insbesondere mit China. Wir Volkswirte sehen das etwas nüchterner. Natürlich verändert die US-Regierung gerade die Weltpolitik. Die weltweiten Trends von Wachstum und Inflation werden jedoch nicht im Oval Office gemacht. Und sie sind es, die die Finanzmärkte beeinflussen. Einer dieser wichtigen Trends ist der Richtungswechsel bei den Notenbanken. Jahrelang haben sie nach der Finanzkrise den Volkswirtschaften unter die Arme gegriffen. Dieser Großeinsatz ist nicht mehr notwendig. In den USA steigen die Zinsen, in Europa abgeschwächt in den nächsten Jahren auch. Liquidität wird nicht mehr in die Märkte gepumpt, sondern daraus abgesaugt. Das verändert die Bewertung von Aktien und Anleihen. Wir haben bereits im vergangenen Jahr diagnostiziert, dass die Zeit ewig steigender Aktien- und Vermögenswerte erst einmal vorbei sein wird. Das ist in diesem Jahr eingetreten.
 
 
Werden wir uns auf weiterhin unruhigere Zeiten einstellen müssen?
Die größeren Schwankungen werden bis auf weiteres an der Tagesordnung sein. Trotzdem bleiben Aktien das bevorzugte Anlageinstrument in der Nach-Finanzkrisenzeit. Wer in diesem oder im kommenden Jahr etwas günstiger an Aktien herankommt, sollte dies eher als Gelegenheit denn als Bedrohung wahrnehmen.
 
Nach wie vor liegt mehr als ein Drittel des Geldvermögens deutscher Privathaushalte in festverzinslichen Bankeinlagen. Das ist angesichts stärker schwankender Börsenkurse keine schlechte Strategie, oder?
Doch, es ist eine schlechte Strategie: Bankeinlagen sind in kommenden Jahren weiterhin ein Instrument zur Wertvernichtung. Zwar steigen die Zinsen leicht an, aber nicht über die Inflationsrate hinaus. Damit verlieren Einlagen kontinuierlich an Kaufkraft. Ich wundere mich oft, dass in Deutschland die Immobilie als Sachwertanlage und als Schutz gegen Krisen und Inflation durchgeht, die Aktie aber nicht.
 
Warum wundert Sie das? Immobilien wurden doch gern als „Betongold“ bezeichnet.
Mal ein Gedankenexperiment: Wären Aktien so schwerfällig und kostenintensiv handelbar wie Immobilien, würden die Deutschen wahrscheinlich auch eher auf die Dividendenrenditen von Aktien schauen. So stehen die teilweise aberwitzigen Kursschwankungen im Vordergrund, von denen die meisten nur deswegen zustande kommen, weil die Aktienbörsen heutzutage rund um die Uhr geöffnet sind. So wie eine Immobilie eher nach den langfristig erzielbaren laufenden Erträgen beurteilt wird, sollte auch die Aktie als Anlagegegenstand aufgefasst werden, der laufende Erträge produziert und dabei auf lange Sicht wertstabil bleibt.
 
Klingt nach einem Dilemma. Gibt es einen Ausweg?
Zu einer erwachsenen Aktienkultur gehört, dass man Aktien nicht im Crash verkauft – dann ist es sowieso zu spät – oder ins Portfolio aufnimmt, weil sie in den vergangenen fünf Jahren so gute Wertzuwächse hatten. Das ist dann ebenfalls kein günstiger Zeitpunkt. Wer das Prinzip der Streuung von Wertpapieren beherzigt, und sich auf die laufenden Erträge aus Wertpapieranlagen konzentriert, kann auch als Wertpapieranleger ein Leben ohne Hektik führen. Wichtig ist, dass tatsächlich nur die langfristigen Vermögensanteile in Aktien und Anleihen fließen, denn Wertpapiere spielen ihre Vorteile der höheren Verzinsung erst über die Zeitspanne einiger Jahre aus.

 

Das Fazit: Gute Anlageberatung ist wichtig!

Die Bedürfnisse und Erwartungen eines jeden Anlegers sind anders, die eine Lösung für alle gibt es nicht. Unsere Berater in der Sparkasse Regensburg helfen deshalb herauszufinden, wie und mit welcher Anlagestrategie der Kunde sein Geld am besten für sich arbeiten lassen kann. Dafür bedarf es übrigens gar nicht so viel an Kapital, wie oft angenommen wird. Bereits ab 25 Euro monatlich sind bei uns Fondsanlagen möglich. Lust auf eine ausführliche Anlageberatung bekommen? Wir freuen uns auf eine Nachricht!

 

Quellen: Deka, fondsmagazin

 

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