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100 Jahre Deka: Ein Tag im Wertpapierhaus der Sparkassen (Teil 3)

eingestellt von Fabian Lutz am 20. Juli 2018

Die DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen, wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Die Sparkasse Regensburg arbeitet auf vielen Ebenen eng mit den Frankfurtern zusammen. Und so haben wir zum Jubiläum die einmalige Möglichkeit erhalten, einen ganzen Tag lang zu Besuch zu kommen und ganz genau hinzuschauen. Ein Daytrip durch das Trianon, vom Untergeschoss mit dem großen, unterirdischen Tresor, durch die 44 Etagen hinauf auf das Dach mit seinem sagenhaften Ausblick über Deutschlands Hochfinanz, Frankfurt am Main. Ein Tag voller anspruchsvoller Termine und spannender Gesprächspartner, nicht nur (aber auch) zum eigenen Vorteil, sondern mit dem Ziel, unseren Lesern einen ganz besonderen Einblick in die Welt der Aktien, Fonds und Zertifikate zu geben. Im Handgepäck ein Bündel von Fragen: Welche Köpfe und Macher stecken hinter erfolgreichen Anlagestrategien? Was für Vorteile bietet die geballte Power der Dekabank dem „einfachen“ Sparkassenkunden? Und wie entsteht eine Volkswirtschaftsprognose? Zeit für Antworten und Atmosphären!

 

Digitale Transformation

 

Bei unserem nächsten Termin lernen wir Bernd Köcher kennen. Er ist einer der erfolgreichsten Fondsmanager der DekaBank. Und das Beste dabei: wir dürfen einen Profi wie ihn mit unseren einfachen Fragen löchern. Eine Premiere, denn bis jetzt hatten wir noch nie die Gelegenheit, so tief in den Maschinenraum des Wertpapierhauses zu blicken. Ein Privileg, weil wir aus den vielen Interviews mit unseren Kollegen aus der eigenen Wertpapierabteilung und dem Private Banking in Regensburg wissen, welche Hochachtung, welches Vertrauen und welchen Respekt diese Cracks den absoluten Top-Leuten wie Herrn Köcher entgegenbringen. Er ist es auch, der den Deka Industrie 4.0 Fonds so ausgezeichnet managt. Wichtigstes Stichwort in diesem Zusammenhang: Transformation ins Digitale Zeitalter. Prozesse müssen in Unternehmen intelligenter und digitaler werden, um in Zukunft erfolgreiche Geschäftsmodelle zu etablieren. Im 4.0 Fonds stecken deshalb vor allem klassische Enabler, also Nischenanbieter mit viel konzentriertem Potential, das dabei helfen kann, die Umwandlung anzupacken und zu gestalten: Hersteller von Sensoren, spezieller Software, Internetanbieter, Roboterhersteller, Sicherheitsdienstleister.

 

 

Aufwand rechtfertigt Vertrauen

 

Wie intensiv setzt man sich als Manager mit den relevanten Unternehmen auseinander, wollen wir wissen. Tatsächlich sehr ‚deep‘, antwortet uns Herr Köcher. Dabei gibt es eine Menge Quellen, die man anzapft. Zunächst die fast 40 Kollegen und Experten im eigenen Haus, die nur das fundamentale Research betreiben. Sie alleine kommen jährlich auf bis zu 2000 persönliche Unternehmenskontakte, sei es durch Besuche, Conference Calls, Messen oder Konferenzen. Zusätzlich haben sie Zugriff auf Analysen der großen Brokerhäuser. Rundheraus könne man sagen, dass man von allen Unternehmen, die bereits imIndustrie 4.0-Fonds vertreten sind, zumindest ein Vorstandsmitglied persönlich getroffen hat. Geschieht das Prozedere regelmäßig und konsistent, so gelingt es, sich ein komplettes und ständig aktualisiertes 360-Grad-Bild von einer kompletten Wachstumsbranche zu machen. Wir verstehen: Dieser große Aufwand ist es auch, der das Vertrauen unserer eigenen Berater in die Fonds der Deka rechtfertigt!

 

Auf jede Frage eine gute Antwort

 

Herr Köcher spricht schnell und konzentriert, er hat auf jede Frage eine gute Antwort und auf jeden Einwand ein kluges Gegenargument. Man spürt, dieser Mann steht unter Strom, er ist sich seiner Verantwortung und seines Könnens bewusst. Und auch wenn sich die Stimmung an den Börsen dreht, ist er garantiert der Typ, der einen kühlen Kopf bewahrt und das Beste für seinen Fonds herausholt. Gut zu wissen!

 

 

Junge Zertifikate

 

Kaum hat sich Herr Köcher verabschiedet, betritt Herr Stefan Schulz, Leiter Produktmanagement Zertifikate und Produktmarketing den Raum. Er strahlt übers ganze Gesicht, freut sich auf den Termin. Mit dabei: Dr. Marcus Schulmerich, mit dem wir ja bereits am Vormittag über das Thema Fonds gesprochen haben. Das Geschäft mit den Zertifikaten ist im Hause noch jung. Aber seit dem Start im Januar 2013 ist die DekaBank mit sechzehn Prozent Markanteil und unzähligen Auszeichnungen schon jetzt sehr erfolgreich unterwegs. Überhaupt möglich, so erfahren wir, wurde die Ausgabe von Zertifikaten durch die Alleineigentümerschaft der Sparkassen. Klare Strategie von Anfang an: die Konzentration auf Anlagezertifikate für das Beratungsgeschäft der Sparkassen, also auf Produkte, die als Bausteine zu den Zielen und Portfolios der Häuser und Kunden passen. Jedes Zertifikat, so Herr Schulz, ist handverlesen und muss drei wichtigen Kriterien entsprechen. Es muss einfach, beratbar und transparent sein, sonst stelle man es erst gar nicht ins Schaufenster.

 

Feste Koordinaten

 

Von dieser Frequenz kann ein Fonds-Produktmanager nur träumen, bemerkt Herr Dr. Schulmerich. Ist er darauf etwas neidisch? Ja! Aber was, so wollen wir wissen, macht neben der Emissionsmenge und den Zulassungsprozessen den Unterschied zwischen einem Fonds und einem Zertifikat aus? Für wen machen Zertifikate Sinn, für wen die Fonds?Bei der Entwicklung eines neuen Fonds werden sowohl Kundenbedürfnisse als auch die Marktsituation, aktuelle Trends und Kapitalmarkterwartungen berücksichtigt,so Schulmerich. Zertifikate sind schnell und aktuell, Fonds eher langfristig und strategisch gedacht. Während Zertifikate nach bestimmten, vorher festgelegten Kriterien vom Produktmanagement aufgelegt werden, benötigen Fonds ein aktives Management, das benchmarkfrei agiert. Bei Zertifikaten ist das Auszahlungsprofil von Beginn an in allen Punkten fest über die Laufzeit definiert,. Ein neuer Fonds muss sich immer erst über längere Zeiträume und den erzielten Erfolg beweisen. Seine Anteile können im Gegenzug aber auch jederzeit vom Anleger wieder verkauft werden.  Im Grunde, so bringt es Herr Schulz am Ende unseres Gesprächs auf den Punkt, sind Zertifikate etwas für Anleger, die von Anfang an ihr Geld in einem festen Koordinatensystem anlegen möchten, also Kunden, die vorher schon wissen wollen, was später bei welchem Szenario einritt. Fonds sind eher etwas für Leute, die sich finanzielle Flexibilität wünschen und von Märkten und den Fähigkeiten eines Fondsmanagers profitieren wollen. Wieder einmal etwas dazugelernt!

 

 

Ein letztes Highlight

 

Unser Tag bei der Dekabank nähert sich leider schon dem Ende. Aber ein Highlight gibt es noch. Zur Krönung geht es mit dem Aufzug hinauf aufs Dach des Trianon-Towers, also in den 47 Stock und noch ein paar Treppen weiter. Das ist auch für die Kollegen vom Immobilienfondsmanagement etwas Besonderes, braucht es dazu doch eine Sondergenehmigung und eine Freigabe durch die Security. Oben ist eine Immo-Tour der besonderen Art geplant: Herr Hendrik König will uns bei strahlendem Wetter „sein Frankfurt“ zeigen und uns so die Strategie im Immobilienfondsgeschäft des Wertpapierhauses näher bringen. 

 

 

Der Ausblick ist atemberaubend.  Staunend stehen wir, nur durch eine schmale Brüstung vom Abgrund getrennt, im tosenden Wind und im Sonnenschein auf einem der höchsten Orte der Finanzmetropole. Links unter uns das Hochhaus der Deutschen Bank, rechts der Messeturm, in Sichtweite die Commerzbank mit 259 Metern Höhe. In der Ferne sehen wir den Flughafen, dahinter den frühlingsgrün bewaldeten Taunus und Frankfurts Fernsehturm. Großartig!

 

Immobilienmekka Frankfurt am Main

 

Stolz weist uns Herr König als erstes auf das PWC-Gebäude hin, der Tower 185. Es ist der größte Ankauf, den die DekaBank in ihrer 100jährigen Geschichte je gemacht hat. Mit rund 775 Millionen Euro Kaufpreis, ca. 100.000 Quadratmeter Gebäudefläche, die Hälfte davon im Turm, die andere im Anbau darunter. Hauptmieter ist die berühmte Unternehmensberatung PriceWaterHouseCoopers, die gerade etwa zwei Drittel der Büros mit langlaufenden Mietverträgen belegt. Dann zeigt uns Herr König das Skyline Plaza und das mit dringend benötigten Wohneinheiten neu bebaute Güterbahnhofsgelände. Frankfurt hat etwa 760.000 Einwohner, am Tag sind es über eine Million, erfahren wir, also mehr als 300.000 Berufstätige, die täglich hinein und wieder hinauspendeln – eine verkehrstechnische Herausforderung, die sich durch den nahenden Brexit und dem damit einhergehenden Zuzug vieler Londoner Banker, wahrscheinlich noch weiter verschärfen und die Preise in die Höhe treiben wird.

 

 

 

Milliarden von Euro, global gestreut

 

Herr König erklärt uns am Beispiel des Tower 185, dass das Deka Investment dort auf vier verschiedene, global gestreute Immobilienfonds, wie zum Beispiel den WestInvest Immovalue, verteilt ist. So wird verhindert, dass ein Objekt einen Fonds total dominiert und das Risiko für die Anleger klumpt. Weiter wandert unser Blick zur „Dekacity“, bestehend aus dem Maritim mit Zugang zur Messe und Festhalle, diversen Bürogebäuden und dem Poseidon, in dem die holländische IngDiba auf rund 14.000 Quadratmetern ihre Aktivitäten bündelt. Auf der anderen Seite des Trianons dann das Bankenviertel, mit seinen vielen Hochhäusern und Baukränen, die neue Altstadt, die Holzmann-Villa und der Japantower. Aktuell, so König, sind in Frankfurt weitere 10 Hochhausprojekte in Planung, mit Schwerpunkt Wohnfläche, was im Moment für Investoren finanziell attraktiver ist. Ein Umstand, der sich irgendwann negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken könnte, wenn Büroflächen knapp werden und sich der Markt noch mehr Richtung Vermieter verschiebt. Zum Abschluss möchten wir wissen, wieviel Geld die DekaBank jährlich in Immobilien investiert. Ein Kontingent von insgesamt 1,1 Milliarden Euro bekommt sie  im Schnitt pro Jahr von den einzelnen Sparkassen für neue Immo-Investments. 2017 hatte die DekaBank so insgesamt knapp 7 Milliarden an Transaktionsvolumen, erklärt Herr König. Gewaltige Zahlen, die uns nicht nur in dieser Höhe schwindeln lassen. Respekt!

 

 

Ein letztes Abschiedsfoto – dann heißt es auf Wiedersehen. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für einen wunderbaren Tag, den wir sicher nicht mehr vergessen werden! Wir haben viel erlebt, tolle Gespräche geführt und dabei so einiges über das Wertpapierhaus der Sparkassen gelernt. Auf die nächsten 100 Jahre Erfolg bei der DekaBank – die Sparkasse Regensburg ist gerne mit dabei!              

 

 

Bloglinks:

Teil 1 der Reportage

Teil 2 der Reportage

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