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100 Jahre Deka: Ein Tag im Wertpapierhaus der Sparkassen (Teil 2)

eingestellt von Fabian Lutz am 16. Juli 2018

Die DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen, wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Die Sparkasse Regensburg arbeitet auf vielen Ebenen eng mit den Frankfurtern zusammen. Und so haben wir zum Jubiläum die einmalige Möglichkeit erhalten, einen ganzen Tag lang zu Besuch zu kommen und ganz genau hinzuschauen. Ein Daytrip durch das Trianon, vom Untergeschoss mit dem großen, unterirdischen Tresor, durch die 44 Etagen hinauf auf das Dach mit seinem sagenhaften Ausblick über Deutschlands Hochfinanz, Frankfurt am Main. Ein Tag voller anspruchsvoller Termine und spannender Gesprächspartner, nicht nur (aber auch) zum eigenen Vorteil, sondern mit dem Ziel, unseren Lesern einen ganz besonderen Einblick in die Welt der Aktien, Fonds und Zertifikate zu geben. Im Handgepäck ein Bündel von Fragen: Welche Köpfe und Macher stecken hinter erfolgreichen Anlagestrategien? Was für Vorteile bietet die geballte Power der Dekabank dem „einfachen“ Sparkassenkunden? Und wie entsteht eine Volkswirtschaftsprognose? Zeit für Antworten und Atmosphären!

 

Rasend schnell nach oben

 

Wir sind jetzt schon etwas spät dran. Herr Merklinger treibt zur Eile. Mit einem der acht Aufzüge im Herzen des Deka-Towers geht es rasend schnell und senkrecht nach oben, hinauf in den 42. Stock. In den Ohren knackt es leicht. Wir folgen unserem Begleiter im Trab, links, rechts, links geht es durch lange, mit Kunst behängte Flure. Ab und zu erhaschen wir einen Blick in die anliegenden Büros, in denen Mitarbeiter vor ihren großen Bildschirmen mit vielen bunten Grafiken oder langen Zahlenkolonnen sitzen. 

 

 

 

Volkswirtschaftlich relevant

 

Dann betreten wir das Vorzimmer von Herrn Dr. Holger Bahr. Er ist einer der beiden Chefvolkswirte der DekaBank. Zusammen mit Herrn Dr. Ulrich Kater bildet er das wohl wichtigste Prognose-Tandem des traditionsreichen Wertpapierhauses – sein Wort hat Gewicht. Egal ob bei der Deka, bei Sparkassen, Wirtschaftsvertretern oder Journalisten von Rang und Namen. Diese Tatsache – und der grandiose Ausblick über Frankfurt – schüchtern uns einen Moment lang etwas ein. Aber Herr Dr. Bahr empfängt uns mit offenen Armen. Wir setzen uns zu Dritt an den Tisch in seinem Büro und stellen unsere Fragen.  Wir wollen vor allem wissen, wie schwierig es ist, Prognosen zu erstellen und wie wichtig sie für das Haus sind. Wir erfahren, dass die Deka grundsätzlich alle volkswirtschaftlich relevanten Aspekte mit Prognosen versehen kann. Also die nationale und globale Konjunktur, sowie die Preisentwicklung mit Inflation und Zinslandschaft, aber auch die Aktien- und Immobilienmärkte an sich.

 

 

Präzise Prognosen

 

Die Komplexität, so Herr Dr. Bahr, stellt sich vor allem für Außenstehende dar. Die Profis haben ihr Metier gelernt und verstehen über wissenschaftliche und theoretische Zusammenhänge ziemlich genau, was gerade vor sich geht. Ergänzt wird dieses Wissen über Volkswirtschaften um quantitative Analysen mit entsprechenden statistischen Verfahren. So gelingt es, aus allen verfügbaren Informationen ganz viel herauszuziehen und für möglichst präzise Vorhersagen zu nutzen. Zusammen mit der über 20jährigen Erfahrung  verschmilzt das alles am Ende zu den ausgezeichneten Prognosen, die die Dekabank regelmäßig auszeichnen. Insgesamt sind daran die gut zwanzig Volkswirte und Volkswirtinnen der Abteilung beteiligt. Genau die richtige Größe, so Bahr, die es erlaubt, dass jeder Kollege recht spezialisierte Einzelthemen und –felder hat. Mindestens einmal im Monat trifft man sich dann gemeinsam am runden Tisch und bildet aus allen Einzelprognosen ein sich im Grunde ergebendes, konsistentes  Bild, mit dem das Haus vertrauensvoll an die Öffentlichkeit gehen kann.

 

 

Fast schon englischer Humor

 

Wir sind ziemlich beeindruckt von der präzisen, ruhigen und genauen Art unseres Gesprächspartners. Seine Worte und Gedanken wirken auf seine Zuhörer exakt geordnet. Trotzdem blitzt immer wieder ein – bei aller Leidenschaft und Ernsthaftigkeit –  fast schon englischer Humor durch, der uns herzhaft zum Lachen bringt. In kürzester Zeit streifen wir mit Herrn Dr. Bahr ein ganzes Bündel an Themen und Sachverhalten, Material, mit dem man locker fünf intelligente Blogartikel füllen könnte. Dabei vergeht die Zeit wie im Flug und wir müssen leider schon wieder Adieu sagen und weiterziehen. Ein letztes Foto vor toller Kulisse und schon streifen wir wieder mit Herrn Merklinger durch die, für uns Gäste schier endlosen Flure.

 

 

Der gesunde Menschenverstand

 

Herr Dr. Marcus Schulmerich, Leiter Produktmanagment Fonds, erwartet uns bereits in seinem Büro. Da wir den Terminplan jetzt schon etwas besser verinnerlicht haben, gehen wir sofort in Media Res. Wie, so wollen wir von ihm wissen, kommt man eigentlich immer wieder auf so gute und neue Fondsideen?  Herr Dr. Schulmerisch schmunzelt verschmitzt. Die besten Einfälle, so sagt er uns, kämen ihm persönlich  immer im ganz normalen Alltag, zum Beispiel beim Spazierengehen. Der gesunde Menschenverstand stellt auf einmal gewisse, vielleicht marktrelevante Veränderungen fest. Zum Beispiel, dass immer mehr Rasenrobotor in den Vorgärten unterwegs sind. Oder, dass der Schwager, der im Bereich Logistik arbeitet, auf einmal beim Familienfest von bahnbrechenden Innovationen in seinem Job erzählt. Und in der Zeitung liest er während des Frühstücks mit der Familie, dass Adidas mit 3D-Druckern bald wieder Schuhe in Deutschland herstellen möchte. Diese Informationsfetzen verdichten sich mit recherchierten zu einem gesamtwirtschaftlichen Trend, der sich vielleicht auch für eine neue, bahnbrechende Fondsidee eignet. 

 

 

So geschehen beim äußerst erfolgreichen Deka-Industrie 4.0 Fonds. Grundsätzlich, so erklärt Dr. Schulmerich, betreut ein Deka-Produktmanager dann einen einmal entwickelten Fonds über den gesamten Lebenszyklus. Also von der Generierung, der Auflage, über die Weiterentwicklung bis hin zum möglichen Ende mit der Auflösung oder Übernahme durch einen anderen Fonds. Dabei gibt es ein breites Band von operativen und marketingtechnischen Aufgaben zu erfüllen, für die man grundsätzlich sattelfest im Bereich Asset- und Riskmanagement unterwegs sein sollte. Alles andere basiere dann auf langjähriger Erfahrung und einem erfolgreichem Management.

 

 

Frisch gestärkt

 

Nach einem intensiven und lehrreichen Gespräch ist jetzt wirklich Zeit für eine Mittagpause.  Auf dem Weg zur Kantine bestaunen wir die vielen unterschiedlichen Gemälde und Kunstwerke und die Hall of Fame, mit einer Menge von Auszeichnungen, die die DekaBank im Laufe der Jahre von der internationalen Fachpresse eingeheimst hat. Aber auch das Menü in der Kantine ist preisverdächtig, eindeutig eine noch größere Auswahl von Speisen, Salaten und Nachttischen, als bei uns zu Hause in Regensburg. Zum Abschluss wartet auf uns ein leckeres Käffchen in der lebendigen Cafeteria und ein gemütlicher Tratsch mit den Kollegen aus der Kommunikation. Nach einem Stündchen geht es wieder frisch gestärkt und immer noch voll motiviert weiter…

 

(…to be continued soon …)

 

 

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