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MASTER OF THE UNI-VERS 2017: „Eine Gans im Wohnzimmer? Seid ihr verrückt?“

Am 20. November geht der Master of the Uni-Vers in die zweite Runde. Auf Einladung von Veranstalter Thomas Spitzer werden sich wieder tausende Fans im Audimax an der Uni Regensburg versammeln. Der Master ist der wahrscheinlich größte Slam in Bayern und ein Termin, die sich zu einem starken Publikumsmagneten entwickelt hat. Kein Wunder, dass das Spektakel schon wieder ausverkauft ist.  Super Atmosphäre,  funny Gedanken und superfunny Sprüche: das ist genau die Mischung, mit der man auch einen Audimaximix zum kochen bringt! Aber was ist dieses mal im Topf? Wir fragen direkt bei Meisterslamkoch Thomas nach!       

 

Lieber Thomas, in unserem letzten Interview hast du gesagt: „Ich bin immer noch auf der Suche nach der perfekten Form.“ Wie nah kommst du dran mit deinem neuen Solo-Programm SUPER FUNNY, das Ende Oktober startet? Was hast du vor?

Zurzeit fühle ich mich mit Stand-Up pudelwohl. Ich denke, dass man das auch bei meinem ersten Soloprogramm SUPER FUNNY merkt. Ich meine: Es ist super und funny … Was will man mehr?

 

Vor kurzem musste ich an dich denken, als good old Eminem einen Rap gegen Donald Trump abgeschossen hat. Das war schon sehr stark. Auch zurück zu den Ursprüngen, er allein, ohne musikalische Begleitung in einem Parkhausdeck: the message. Wie findest du solche Aktionen? Wieviel Slam steckt im Rap, wieviel Politik im Slam?

 

 

Puh, da bin ich überfragt. Mir sind Genres eigentlich egal. Aber früher war ich ein Riesen-Eminem-Fan. Ich hatte kurze, wasserstoffblonde Haare. Und meine Mama hab ich, glaube ich, auch nicht so gut behandelt.

 

 

Andere Leute fahren im Sommer in den Urlaub. Du hast mit Hazel Brugger im Internet eine schräge „Show Show“ produziert. Der Aufwand muss ziemlich groß gewesen sein … da gibt es Tiere, Kostüme, Perücken… und ein kleines Studio!

Der Aufwand war immens. Allein den Kauz aus der ersten Folge zu organisieren, war ein Theater vom andern Stern. Zuerst wollten wir ein Interview mit Barbara Schöneberger drehen. Die Idee war, dass dann da nicht Barbara Schöneberger sitzt, sondern eine Gans. Und wir kommentieren das gar nicht groß, sondern stellen völlig normale Fragen à la: „Wie kommst du auf deine Ideen?“ Und dann sitzt da eine Gans. Dadurch entsteht ein Bruch in der Wahrnehmung, das finden wir interessant. Aber Gänse sind – wie sich herausstellt – ziemlich schwer zu bekommen und auch nicht ganz einfach im Umgang. Die Leute haben gesagt: „Eine Gans im Wohnzimmer? Seid ihr verrückt? Was, wenn die Gans durchdreht und bei euch alles kurz und klein haut? So eine Gans kann euch den Arm brechen! Gänse sind unberechenbar und gefährlich.“ Nach zwei Tagen Telefonieren hatten wir dann den Kauz.

 

 

Ist eure Show eine moderne Form der Medienkritik? Oder feiert ihr einfach nur experimentell eure Blödeleien ab? Was war eure Idee dahinter?

Immer, wenn ich Talk-Runden schaue, stelle ich mir vor, dass mit den Gästen auf einmal etwas Unvorhergesehenes passiert, ihre Köpfe explodieren oder so. Manchmal ist Fernsehen ja surreal. Einmal habe ich mit einem Kumpel Fußball geschaut und der Kommentator hat in einer Pause gesagt: „Du säufst zu viel!“ Er wusste offenbar nicht, dass das Mikrofon noch an ist. Aber mein Kumpel und ich saßen in unseren Sessel, haben unsere Biere angeschaut und dann uns gegenseitig. Es war, als hätte unser Gewissen zu uns gesprochen. Das war unglaublich lustig. So etwas sollte es öfter geben. Mit der „Hazel Brugger und Thomas Spitzer haben eine Show“-Show wollten Hazel und ich Fernsehen einerseits so zu zeigen, wie wir es wahrnehmen, andererseits wie es auch sein könnte. Die vier Folgen haben wir als eine Art Skizze für zukünftige Projekte entwickelt. Mittlerweile wurde die Show über eine halbe Million Mal aufgerufen. Ich werde zum Teil auf der Straße darauf angesprochen. Das Projekt hat ziemlich weite Kreise gezogen.

 

(c) Hazel Brugger

 

Hazel ist auch in Deutschland auf dem Sprung zum MegaComedystar. Wie muss man sich eure Interaktion vorstellen? Jagt da ein Gag den nächsten? Ergänzt ihr euch, arbeitet ihr gemeinsam an Texten und Pointen? Oder seid ihr zum Ausgleich total ernst?

Ich denke, was Hazel und mich verbindet, ist eine Mischung aus Rationalität und Verspieltheit. Und wir unterhalten uns nicht ausschließlich über Comedy. Das wäre zu traurig.

 

Euren treuen Fans in Regensburg scheint auf alle Fälle zu gefallen, was passiert! Der neue MASTER OF THE UNI-VERS im Audimax wird bestimmt wieder gut besucht sein, die letzten drei Veranstaltungen waren ja immer ausverkauft. Denkst du über diesen (auch kommerziellen) Erfolg überhaupt noch nach? Oder ist das inzwischen #Normalität?

Wenn ich über kommerziellen Erfolg nicht nachdenken müsste, würde ich längst Schulen bauen, Filme drehen oder Präsidenten beleidigen. Nein. Ich würde mich ja schon freuen, hätte mein wöchentlicher Podcast COMEDY GOLD nicht 50, sondern 100 regelmäßige Hörer.

 

 

Was erwartet das Publikum am 20. November? Auf was und wen können wir uns dieses Mal besonders freuen?

Jan-Philipp Zymny! Jan-Philipp Zymny! Jan-Philipp Zymny! Ich versuche ihn schon seit zwei Jahren ins Regensburger Audimax zum Master zu kriegen aber bis jetzt hat es immer terminlich nicht geklappt. Mit Tim Stafford ist dieses Mal ein englischsprachiger Poetry Slammer aus Chicago dabei, mit Louise Kenn eine fantastische Poetin aus Leipzig, mit Robert Alan ein Nachwuchs-Kabarettist aus Würzburg, mit Lolo die bisher erfolgreichste Poetry Slammerin aus Regensburg und mit Natürlich Blond endlich wieder ein Slam-Team. Ich denke, es wird ein ziemlich relevanter Abend.

 

Da wette ich mal drauf. Danke für das Gespräch, lieber Thomas.

 

(c) Fotografie Titelbild Marvin Ruppert

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