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Gast-Kolumne: Lernen mit Lars # 6 – Cool drauf zur Spitzenleistung!

Lars Aßheuer war schon in seinen jungen Jahren einer der aktivsten Azubis der Sparkasse Regensburg. Anfang 2015 schloss er seine Banklehre erfolgreich ab. Trotzdem blieb er seiner Sparkasse treu – nämlich als Student der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe. Für uns schreibt er in seiner Gast-Kolumne „Lernen mit Lars“ ganz locker über seine Karriere-Abenteuer. In Folge sechs liefert er euch ein Doppelinterview mit Stefanie Österer und Cornelia Haak. Die Zwei sind gerade von der Bayerischen Sparkassenakademie zurückgekommen, wo Steffi eine Ehrung als eine der besten Azubis ihres Abschluss-Jahrgangs erhalten hat. Eine beeindruckende Leistung die stolz macht, findet auch ihre Ausbildungsreferentin, Frau Haak. Wir müssen reden!

 

Lars: Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe Lernen mit Lars. Diesmal in einem ganz besonderem Format – aber auch mit zwei ganz besonderen Menschen. Steffi, schön, dass du da bist. Gestern Abend war ja bei dir ein ganz großes Highlight. Du bist die sechsbeste Sparkassen-Auzubildende in Bayern in deinem Jahrgang. Herzlichen Glückwunsch. Wie war es als du deinen Namen gehört und auf die Bühne geholt wurdest?

Steffi: Tatsächlich habe ich am Anfang gar nicht meinen Namen gehört. Sondern es lief  so ab, dass jeder Sieger  erst einmal mit seiner Heimatstadt anmoderiert wurde. Dabei  wurde auch nicht die Stadt direkt verkündet, sondern es gab immer 3 Worte zu der Stadt. Bei mir mit Regensburg war das „Weltkulturerbe“… (Pause)

Conny: „Steinerne Brücke“

Steffi: Genau. Man muss mir zugute halten, ich war natürlich schon so aufgeregt und hab mich gedanklich schon darauf vorbereitet, wie ich auf die Bühne gehe und durch die Menschenmassen dränge.

 

 

Lars: War viel los?

Steffi: Der Raum war voll!

Conny: 90 Azubis und die Geehrten mit Vorständen und Personalleitern.

Steffi: Dazu noch eine kleine Zwei-Mann-Band.

Lars: Warum 90 Azubis? Ich dachte eigentlich es werden nur die 10 Besten geehrt?

Steffi: Die 90 Azubis waren im Rahmen von Powerstart da. Das ist quasi das Einführungsseminar vom von der Sparkassen Akademie.

Conny: Das ist vor allem für die Sparkassen, die nur ein oder zwei Azubis haben. Anders als bei uns: Wir haben ja unser eigenes zweiwöchiges Einführungsseminar.

Steffi: Wir waren dann das Abendprogramm unter dem  Rahmen „meine Vorbilder“. Alle waren ganz schick mit Kleid. Nachdem dann „Weltkulturerbe“ gefallen war, war es mir eigentlich schon klar. Nach „Steinerne Brücke“ war ich mir dann komplett sicher. Dann wurde zu jedem ein Steckbrief eingeblendet und noch etwas gesagt. Bei mir wurde erzählt, dass ich während der Ausbildung drei Wochen in London war. Dann wurde ich geehrt und habe mich richtig gefreut.

Lars: Was war dein erster Gedanke den du da im Kopf hattest?

Steffi:  Die Spannung war einfach so groß. Ich habe nie damit gerechnet, dass ich soweit nach vorne komme.

Conni: Wir dachten auch, Steffi kommt gleich am Anfang. Dann kamen die ersten und wir immer so „Yeah“!

Lars: Und was hatte der Beste?

Steffi: 99 Punkte.

Conny: 1,1. Aber die war dann auch Deutschlands Beste.

 

 

Lars: Was denkt man sich als Ausbilderin, wenn der Schützling auf die Bühne geholt wird?

Conny: Megastolz. Also mit jedem, den sie vorher genannt haben hast du die gedacht „Yes! Yes!“. Ich bin schon sehr stolz.

Lars: Die Sparkasse Regensburg ist ja Stammgast bei diesen Top Events. Was ist unser Geheimrezept in der Ausbildung?

Conny: Die Ausbildung hat bei uns im Haus einen extrem hohen Stellenwert. Jeder Mitarbeiter unterstützt die Azubi, ob das in der Filiale ist oder in den internen Abteilungen. Du findest einfach immer offene Ohren,  offene Arme für die Auszubildenden und ich glaube das macht uns aus.

Lars: Steffi, gab es für dich eine Belohnung? Eine nette Gratifikation?

Conny: Ja, klar gibt’s eine Prämie und gestern gab es auch Geschenke.

Steffi: Ich habe ein edles Stifte-Set  von Lamy bekommen mit Kuli und einen Druckbleistift und einen Bildungsgutschein für den Powerstart 2018 – also das Einführungsseminar für die nächste Azubi-Generation.

Lars: Das Einführungsseminar war bei dir auch der Startschuss in die Ausbildung! Nachdem deine Heimatstadt Regensburg mit drei Worten beschrieben wird, interessiert mich natürlich: Wie würdest du die Ausbildung mit drei Worten beschreiben?

Steffi: Auf jeden Fall aufregend. Also  wirklich sehr aufregend. Es immer was los ist, immer was geboten, zum Beispiel mit London. Es war immer spannend, von den internen Abteilungen, von dem Betrieb an sich von den Aufgaben die man übernommen hat. Und als drittes Wort: War es auch  Eigenständigkeit weil mir von Anfang an eigentlich  sehr viele Aufgaben übertragen worden sind. Ich habe recht schnell die Kasse übernehmen dürfen mit allem was dazugehört. Mit Tresorschlüssel, den ganzen Schalter, die Kunden. Das ist am Anfang schon sehr viel, bei dem man sagt „okay“. Ich darf dann wirklich die 10.000 Euro dem Kunden vorzählen und auszahlen? Aber das hat mir von Anfang an sehr gut gefallen.

Lars: Aber es macht natürlich auch Spaß, wenn man das Vertrauen auch wieder zurückzahlen kann. London, hast du gesagt, war auch ein absolutes Highlight für dich. Wie kommt man jetzt als Azubi aus Regensburg nach London?

Steffi: Das war im Rahmen eines Erasmus+ Projekts „Mobility in Europe“.  Die Auswahl ist über die Berufsschule und den Betrieb gelaufen. Da haben wir uns zu viert aus dem Bereich Banking herauskristallisiert. Insgesamt waren wir um die 20 aus allen kaufmännischen Berufen. Groß-und Einzelhandel, IT-System- und auch  Bürokaufleute. Also bunt gemixt aus ganz verschiedenen Berufen. So sind wir dann in Nürnberg gestartet und ab ging es nach London für drei Wochen.

Lars: Was habt ihr dort so gemacht?

Steffi: London war so aufregend! Wir mussten uns als allererstes unsere eigene Wohnung organisieren. Dabei mussten natürlich alle Wünsche von uns vier zusammengebracht werden. Dann mussten wir schauen, dass des nicht so weit weg ist. Nah an der Uni, nah an den Vorlesungen beziehungsweise in der Nähe der anderen. Durfte natürlich auch nicht zu teuer sein und musste im Budget liegen. Das war schon zu Beginn eine schwierige Aufgaben. Wir haben dann aber eine ganz gute gefunden und in Notting Hill gewohnt. Man glaubt  gar nicht wie groß London ist oder was es heißt, im Berufsverkehr von A nach B zu kommen. Da denkt, man es kann maximal eine Stunde dauern, aber dann sind es schon mal gut zwei Stunden auf eine sehr, sehr kurze Distanz. Vormittags war dann immer Schule, wo wir wirklich alle Themen behandelt haben: es ging um  Banken, um Europa, wie Europa zusammenwächst. Damals ganz aktuell die Brexit Diskussion. Ganz spannend, da die Sichtweise der Briten mitzuerleben. Gleichzeitig haben wir auch Banken besucht und einen wirklich tiefen Einblick bekommen.

 

 

Lars: Deine Ausbildung hast du ja jetzt erfolgreich beendet. Aber du steckst eigentlich schon mitten im nächsten Schritt: im Studium. Ist es das Prinzip der Sparkasse Regensburg, einen guten Azubi gleich zu behalten, weiter zu pushen und ins Studium zu bringen?

Conny: Klar. Wir brauchen gute und wir brauchen vor allem qualifizierte Mitarbeiter. Der Beruf ändert sich und die Anforderungen werden höher. Damit brauchen wir die Mitarbeiter, die fürs Unternehmen brennen sowie du. Und welche, die Weitblick haben und die Zusammenhänge im Haus sehen. Damit ist des Bachelorstudium optimal aufgestellt. Schließlich sind  wir die einzige Sparkasse in ganz Deutschland, die auch ein Hospitationsprogramm mit dran hängt. Also bei allen anderen Sparkassen haben Studenten feste Stellen und dazu das berufsbegleitende Studium. Bei uns lebt der Student dieses Hospitationsprogramm, in dem er jedes Semester auch die Abteilung wechselt.

Lars: Es heißt immer „Duales Studium“. Aber dual heißt für mich eigentlich Ausbildung und Studium gleichzeitig. Wir machen das ja anders.

Conni: Genau, wir machen anders. Zuerst eine zweijährige Ausbildung und anschließend das Studium mit Hospitationsprogramm. Ich glaube, dass die Zeit in der Ausbildung ganz gut ist. Man bekommt schon immer wieder bei anderen mit, dass welche aussteigen und sagen das ist mir zu heftig. Bei uns kannst dich wirklich auf die Ausbildung konzentrieren, du kannst im Unternehmen ankommen, du kannst Erfahrungen sammeln und trotzdem hineinwachsen. Anschließend kannst du immer noch die Entscheidung treffen, was mache ich. Wir haben viele Azubis, die am Anfang sagen ich möchte studieren. Die aber dann aber während der Ausbildung merken, puuh nee, eigentlich brauche ich das Studium nicht mehr. Ich kann einen anderen Karriereweg in der Sparkasse genauso gehen. Man hat aber auch welche, die vorher das Studium gar nicht im Blick haben und plötzlich sagen „Hey, super!“ das ist mein Weg.

Lars: Trotzdem bleibt der direkte Vergleich Uni oder doch über die Sparkasse studieren und im Betrieb bleiben. Warum hast du dich damals gegen die Uni entschieden, Steffi?

Steffi: Ich wollte nicht an die Uni, weil es mir ein Stück weit auch zu langweilig war. Unter der Zeit in den ganzen Semesterferien wollte ich meine Praktika dann nicht irgendwo machen sondern wirklich in dem Beruf, den ich später auch ausüben möchte. Man hört manchmal von den Praktika, dass man erstmal eingearbeitet werden muss und dann ist die Zeit auf 8 Wochen einfach zu kurz. Da ist das hier mit Hospitationsprogramm etwas ganz anderes. Ich bin ein halbes Jahr in der Abteilung, ich kriege wirklich einen tiefen Einblick in die Aufgaben und kann somit gleich einen wertvollen Beitrag leisten.

Lars: Nach der Ausbildung kommst du aus der Filiale direkt in die Zentrale. Wie sehen nun deine nächsten Hospitationen aus?

Steffi: Bis Mitte des Jahres bin ich noch in der Abteilung Medialer Vertrieb und wechsele ab August in die Abteilung Unternehmens- und Vertriebscontrolling. Bis zum Ende in 2020 durchlaufe ich noch weitere Abteilungen, die ich mir so die ich mir auf der Basis meiner Interessen zusammenstellen durfte. Ich hoffe, dass ich noch viele Spannende Abteilungen kennen lernen darf.

Lars: Jetzt arbeitest du in einer Branche die sich momentan komplett verändert: Niedrigzinsphase, Regulatorik und Digitalisierung. Wo siehst du die Bank und die Sparkassen in 10 bis 20 Jahren?

Steffi: Ich glaube, dass nicht nur in der Bankenwelt große Veränderungen stattfinden, sondern betrifft eigentlich die ganze Welt. Vor allem die Multikanal-Erreichbarkeit  und die technischen Möglichkeiten durch die Digitalisierung machen die aktuelle Zeit sehr spannend.

Lars: Für diesen Wandel braucht ein Unternehmen gute Mitarbeiter. Wie verändert sich die Ausbildung in Zukunft?

Conny: Auch die wird medial angelegt sein. Aktuell sind schon unsere Auszubildenden auch schon in der Abteilung Medialer Vertrieb und werden hier herangeführt. Außerdem haben unsere Azubis zu ab dem ersten Tag die Sparkassen App. Insgesamt denke ich, dass die mediale Kompetenz zunehmen wird. Auf jeden Fall liegt unser Fokus auf der qualifizierten hochwertigen Beratung. Ich glaube einfach, dass die Menschen in Zukunft auch einen Begleiter brauchen zum Erreichen ihrer Wünsche und Ziele. Daran wird sich dann die Ausbildung orientieren.  

Lars: Glaubt ihr, dass die Sparkassen ein Tick weit zu spießiges Image haben, um die jungen Leute in der Zukunft zu erreichen?

Stille

Conny: Zu spießig glaube ich gar nicht. Eher ist das momentan so ein bisschen eine abwartende Position. Wie verändert sich das Berufsbild? Es steht ja immer in den Zeitungen es ändert sich. Aber so richtig greifbar ist es noch nicht.

Lars: Steffi, wie merkst du das? Junge Leute, Sparkasse, Bank und Geld passt es noch zusammen?

Steffi: Es ist schon eine Veränderung da. Aber ich glaube gerade mit den Apps und  der Digitalisierung merkt man, dass die jungen Leute das Thema Finanzen schon mehr greift. Auch als Beruf. Es wird wieder interessanter. Egal ob das  im Rahmen eines dualen Studiums oder mit anderen Weiterbildungsmöglichkeiten ist. Es ist ein interessanter und vielseitiger Beruf, der vor allem bei der Sparkasse noch eine Sicherheit gibt.

Conny: Die Spießigkeit kommt, glaube ich, eher von den Eltern als von den Jungen, weil die Jüngeren sind untereinander unglaublich verflochten. Also wenn du das bei uns mit den Bewerbungen wie viele über Empfehlungen über andere Azubis zu uns kommen. Die wissen, dass es  bei uns nicht spießig ist. Oder wenn Sie bei uns mal ein Praktikum machen dann sagen sie ja habe ich mir ganz anders vorgestellt. Also diese Vorstellung dieses spießigen Bankers herrscht eher noch in den vorherigen Generation.  Die jungen musst du nur erreichen, zum Beispiel Veranstaltungen bekommen wir so oft wiedergespiegelt: „hey ihr seid ja cool drauf!“

Lars: Cool drauf sein ist das Stichwort. Wie kriegst du das alles hin? Vollgas in der Arbeit, Vollgas im Studium dazu noch Topnoten. Und surfen tust du auch noch habe ich jetzt gelesen…

Steffi: Auf jeden Fall Zeitmanagement. Ganz klar Nummer 1, wenn ich sage, ich kann es nicht organisieren und nicht zeitlich festlegen, bis wann wo was ist, würde es wahrscheinlich auch anders ausschauen. Aber wenn man ein gutes Zeitmanagement  hat, von da bis da bin ich in der Arbeit, da mache ich was Studium, das ist dann noch Urlaub oder Freizeit und das ist dann auch wirklich Freizeit, dann ist die Work-Life-Balance schon ziemlich gut.

Lars: Hast du noch einen zweiten Erfolgstipp außer den guten Strukturen beim Lernen?

Steffi: Das richtige Lernen! Und vor allem auch Netzwerke, wie die Kommilitonen befragen. Das Wichtigste sind einfach Erfahrungen. Okay, bei dem Professor achte auf das und das. Hinweise wie: Bei der Prüfung war für mich das wichtig… Ich habe mich da auch schon mal verrannt weil… das es sind immer goldwerte Tipps!

Conny: Das kontinuierliche Lernen – das will zwar niemand hören, aber Steffi hat es sogar geschafft, kurz vor der Prüfung in Urlaub zu fahren, wo andere ein riesigen Stress haben.  

Lars: Steffi und Conny, vielen Dank für das spannende Interview!

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