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SPARKASSE MENSCH: Vorsicht, Schuldenfalle!

Nach dem bereits im Internet kursierenden Armutsbericht der Bundesregierung galten im Jahr 2015 2,05 Millionen Haushalte in Deutschland als überschuldet. 2013 waren es noch 1,97 Millionen, insgesamt sind  ungefähr 4,17 Millionen Menschen betroffen. Der Trend zur Armut dauert damit bereits über 10 Jahre an. Die wichtigste Ursache für Überschuldung ist immer öfter die Einkommensarmut. Die Sparkassen setzen sich deshalb verstärkt dafür ein, Aufklärungsarbeit zu leisten und finanzielle Kompetenzen zu vermitteln. Dieser Bildungsauftrag war bereits in den Gründungsmotiven der Sparkassen vor 200 Jahren verankert. Menschen in allen Bevölkerungsgruppen bei der Eigenvorsorge zu unterstützen und den Spargedanken zu befördern, ist heute aktueller denn je. Mit finanziellem Grundwissen ist es einfacher, Erfolg, Wohlstand und Lebensqualität zu sichern. Wir glauben: Die Verbraucher brauchen mehr Übersicht und Transparenz in den eigenen Geldangelegenheiten, um der Gefahr einer möglichen Schuldenspirale zu entgehen.

 

Schulden und Kredit – alles ganz normal?

Viele Menschen mit finanziellen Problemen wissen gar nicht, wann die angesammelten Schulden zu einem echten Problem für sie werden. Bin ich noch verschuldet oder liegt bereits eine Überschuldung vor? Von der richtigen Antwort hängt ab, was eine kluge Strategie für eine Entschuldung ist. Verschuldung heißt erst einmal nur, dass man sich irgendwo Geld geliehen hat. An sich nichts Schlimmes, denn in einer modernen Gesellschaft haben die meisten Menschen Verbindlichkeiten. Denn viele Dinge des täglichen Lebens werden heutzutage auf Kredit finanziert. Ein Auto abbezahlen, einen Immobilienkredit bedienen, eine Ausbildung finanzieren oder mit der Kreditkarte shoppen – das sind  normale Vorgänge. Oder etwa nicht?

 

Einkommen und Vermögenswerte – weshalb so wichtig?

Das kommt darauf an. Solange wir in der Lage sind, die Schulden aus eigener Kraft und in einem überschaubaren Zeitraum abzutragen, ist eine Verschuldung kaum ein Problem. Ob dies gelingt, hängt vor allem von der Höhe der geliehenen Summe, den zu entrichtenden Zinsen und unseren finanziellen Möglichkeiten ab. Letztere ergeben sich aus unserem zukünftigen Einkommen und den bereits vorhandenen Vermögenswerten. Wer zum Beispiel einen langen Urlaub oder ein teures Geschenke finanziert, steht am Ende ohne jeden Gegenwert da. Keine optimale Ausgangslage im Fall einer Zahlungsunfähigkeit. Deshalb ist es so wichtig, nicht leichtfertig ins Minus zu gehen. Jede Finanzierung, egal ob groß oder klein, sollte genau geprüft und im Vorfeld mit seinem Berater besprochen werden – damit die Risiken klein bleiben. Das Finanzkonzept der Sparkasse Regensburg ist genau für diesen ganzheitlichen Ansatz entwickelt worden

 

Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit – aber ab wann?

Die zwei Millionen überschuldeten Haushalte in Deutschland stehen jetzt vor einer schwierigen Herausforderung. Denn von einer Überschuldung spricht man, wenn es dem Schuldner nicht mehr gelingt, alle Verbindlichkeiten planmäßig abzubauen. Wie kann es soweit kommen? Schneller als man denkt! Eine Krankheit, ein Unfall oder eine wirtschaftliche Notlage führen leicht zu Arbeitslosigkeit. Findet man im Anschluss keine neue Stelle mehr und sind die Reserven aufgebraucht, reicht das Einkommen nicht mehr, um die Verbindlichkeiten wie vorgesehen zu erfüllen. Der Überblick über die Finanzen geht verloren, Gläubiger und Gerichtsvollzieher klopfen an, die Stimmung kippt.

 

Erkenntnis und Reaktion – warum so schwierig?

Viele überschuldete Menschen erkennen den Ernst der Lage leider viel zu spät. Vor lauter Unwissen und Scham versuchen sie oft jahrelang, sich aus eigener Kraft aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Der äußere Schein wird noch gewahrt, aber die Falle hat schon zugeschnappt. Kosten und Zinsen sorgen für einen extremen Anstieg der Verbindlichkeiten. Die zunächst noch regelmäßig bezahlten Raten reichen nicht, um die Last zu drücken – das Problem wird aufgeschoben und sogar noch vergrößert. Wertvolle Zeit geht verloren. Wenn mehrere Gläubiger da sind, wird meist nur derjenige bedient, der am lautesten ruft. Das Unglück nimmt seinen Lauf. Immer mehr Nachrichten vom Inkassobüro im Briefkasten, Drohungen, Kontopfändungen, Mahnbescheide, Gerichtstermine. Das alles erhöht durchaus den Druck und Willen, führt aber am Ende auf einen Holzweg. Zu niedrige Raten, zu lange Laufzeiten bei hohen Zinssätzen verschlimmern die Lage meist. Aus dem Schulden-Kreislauf wird eine fatale Spirale, die auch die Gesundheit schädigt. Überschuldete Menschen, die das Falsche tun, opfern oft sehr viel Geld, Zeit und ihre Zukunft. Am Ende kommt es zu Krankheit, Privatinsolvenz und im schlimmsten Fall zum sozialen Abstieg. Am unteren Ende der Einkommens-Skala waren 2015 rund 7,987 Millionen Bürger auf Grundsicherung (z.B. Hartz IV, Mindestrente) angewiesen – in den vergangenen fünf Jahren ein Anstieg um 800 000 Menschen.

 

Wissen und Beratung – der richtige Schutz!

Das muss aber nicht sein. Geld und Haushalt, der Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe, unterstützt Privathaushalte dabei, mit dem vorhandenen Einkommen gut klar zu kommen. Der Dienst stellt ein umfangreiches Instrumentarium bereit, das auf die Bedürfnisse und Erfordernisse der Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen abgestimmt ist. So werden wirtschaftliches Wissen und finanzielle Handlungskompetenzen gefördert. Das sorgt für einen sicheren Umgang mit dem eigenen Geld. Mit diesem Wissen können Privathaushalte ihre finanziellen Gestaltungsspielräume deutlich verbessern und sich vor Verschuldung schützen. Mit einem umfangreichen Angebotsbündel wird informativ und leicht verständlich vermittelt, wie man das Haushaltsbudget aktiv gestaltet. Und auch die persönlichen Berater der Sparkasse Regensburg sind in diesen wichtigen Themen verantwortungsvoll ausgebildet und geschult. Sie helfen gerne, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und das bitte nicht erst, wenn es bereits zu spät ist!

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