Interview mit Thomas Häusl zum Landkreislauf: „Die Spannung liegt in der Luft!“

von Fabian Lutz am in Inspirieren ist einfach, Miteinander ist einfachKommentieren

Am Samstag vor zwei Wochen war es mal wieder soweit: Tausende Menschen waren schnell & sportbeschuht im Landkreis unterwegs. Männer, Frauen, Jugendliche, Profis und Amateure. Und fast alle hatten ein Ziel: das Staffelholz so schnell wie möglich von Matting nach Mintraching zu tragen. Auch dieses Jahr war die Sparkasse Regensburg Hauptsponsor des beliebten Events. Und wie jedes Jahr hatten viele Sparkassen-Kollegen viel Spaß beim gemeinsamen Sporteln, Unterstützen und Organisieren. Und nach getaner Arbeit wurde standesgemäß bei einem Umtrunk mit Siegerehrung gefeiert. So wie sich das gehört: Dabei sein ist alles! Aber ohne Thomas Häusl, Bankbetriebswirt und Firmenkundenbetreuer bei der Sparkasse Regensburg, wäre das alles nicht möglich. Denn der Lauf-Enthusiast organisiert seit vielen Jahren die internen Staffeln und sorgt im Hintergrund für einen reibungslosen und professionellen Ablauf. Wir haben nachgefragt! 

 

Lieber Thomas, kein Kollege in der Sparkasse Regensburg konnte mir die Frage beantworten, wie lange du schon die „hauseigenen“ Teams für das Event organisierst. Verrätst du uns, seit wann du dabei bist?

Die Geschichte begann eigentlich im Juli des Jahres 2000. Ich war noch recht neu bei der Sparkasse und es gab einen wöchentlichen Lauftreff. Da bin ich schon in meiner zweiten Arbeitswoche eingetreten. Das war gleichzeitig auch der Beginn meines  „regelmäßigen Laufens“: Das Fieber hatte mich gepackt! 2001 stand bereits mein erster Halbmarathon auf dem Plan.

 

Nach einem Jahr ein Halbmarathon? Respekt!

Ja, am Anfang meiner Lauf-Karriere war ich sehr ehrgeizig. (lacht)  Neben der sportlichen Seite, war aber von Anfang an auch das Gemeinschaftliche für mich im Vordergrund.  Das Laufen ist eine tolle Gelegenheit, die Kollegen besser kennen zu lernen und ich mag auch die interessanten Gespräche während des Trainings.

 

Und wie bist du dann zu unserem „Mister Run“ geworden?

Ganz einfach. Für die Sparkasse organisiere ich seit 2003 die Lauf-Events. Unser stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Herr Dr. Gingele, hat mich damals direkt angesprochen. Er sagte mir, dass er die Laufbeteiligung der Sparkasse fördern wolle und fragte mich, ob ich die Organisation übernehmen möchte. Nachdem ich, wie gesagt, sehr laufbegeistert bin (zwinkert), war es für mich eine spannende Herausforderung, diese Aufgabe zu übernehmen. Heute geht mir das schon recht routiniert von der Hand. Ich freue mich aber immer noch, wenn das Laufangebot von vielen Kollegen angenommen wird.

ZielLKL

 

Was fördert die Sparkasse Regensburg denn alles genau?

Die Sparkasse sponsert übers Jahr verteilt einige Lauf-Events in der Region. Der Laufkalender ist jedes Jahr angewachsen. Derzeit sind wir beim Regensburg Marathon, Firmenlauf, Landkreislauf, Leukämielauf, Spindellauf und manchmal auch beim deutschlandweiten Sparkassenmarathon dabei. Machen wir Sparkassler auch selbst mit – was meistens der Fall ist – werden die Laufgebühren für die Starter übernommen. Mit einheitlichen Laufshirts, Verpflegungsmarken, freiem Eintritt bei den Abendveranstaltungen und gerne auch mal dem ein oder anderen Fasserl Bier, verstärkt sich das Gruppenerlebnis. Ich finde es sehr gut, dass wir auch auf diesem Weg den Sport und die Gemeinschaft in der Region fördern.  Während der letzten zwölf Jahre haben sich auf diesem Wege ganz unterschiedliche Kollegen oft viel besser und auch viel schneller kennen und schätzen gelernt, als das auf normalem Wege möglich gewesen wäre.

 

Oh ja! Ich weiß, Du läufst ja meist auch selbst mit, wenn es zeitlich irgendwie ausgeht. Dieses Jahr hast du die erste Etappe von Matting nach Bad Abbach übernommen. Startest du gerne als Erster? Wie ist das Gefühl, wenn man am Start mit allen Staffeln und Ulraläufern steht und weiß, jetzt geht es gleich los und dann kommen noch neun Kollegen nach mir und geben den Stab weiter?

Ich bin bei jedem der sechs Landkreisläufe mitgelaufen und war dieses Jahr zum zweiten Mal der Startläufer. Grundsätzlich suche ich mir immer die längste oder schwierigste Strecke raus. Das ist mein Ding! Dieses Jahr musste ich aber aus terminlichen Gründen die erste Etappe wählen. Das Erlebnis beginnt schon im Startfeld. Da sind ja noch alle Teams vertreten. Demzufolge treffe ich immer auf viele bekannte Gesichter. Wenn es dann zur Startaufstellung geht, ist es immer ein spannender Moment – ich starte gerne in der zweiten Reihe. Mit dem musikalischen und sportlichen Rahmenprogramm und natürlich der unnachahmlichen Moderation durch Armin Wolf ist die Gefühlslage schon sehr emotional. Die Spannung liegt in der Luft!

 

 

Auf der ersten Etappe ist das Feld noch dicht zusammen. Auf diesem Abschnitt sind auch noch viele Zuschauer vorhanden. Wie ist dann die Atmosphäre entlang der Strecke? Wird es da nicht manchmal auch echt einsam für die Teilnehmer?

Es stimmt schon. Die Zuschauerbeteiligung konzentriert sich auf Start, Ziel und natürlich unmittelbar vor und nach den Wechselstationen. Wenn sich ein Zuschauer zu erkennen gibt oder sogar die Familie anfeuert, so motiviert das ganz ungemein. Da wird man gleich etwas schneller. Zumindest die folgenden 200 Meter! (lacht) „Einsam“ wird es auch später eigentlich nie. Da hat man mit sich, der Orientierung und natürlich mit dem nächsten Mitläufer zu tun, den man ganz gerne noch überholen möchte. Es ist auch immer wieder ein besonderes Erlebnis, wenn man dann aus der Ruhe heraus auf die die aktionsreiche Wechselstation zuläuft.

 

Man erzählt, du bist sehr sportlich und trainierst regelmäßig. Laufen ist ein wichtiger Teil deines Lebens – jagst du noch hinter bestimmten Strecken- oder Zeitleistungen her oder steht der Spaß für dich im Vordergrund? Was war die längste und schnellste Strecke die du je gelaufen bist?    

Erzählt man das? Das ehrt mich. Ich sehe mich selbst bloß als „ambitionierten Freizeitläufer“. Laufen ist für mich der ideale Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit. Wenn ich mich nicht gerade auf einen Marathon vorbereite, laufe ich „nur“ zwei Mal in der Woche. Seit ich eine Laufuhr mit GPS habe, achte ich doch meist auf meine Laufgeschwindigkeit. Manchmal laufe ich auch ganz bewusst ohne Uhr. Mein längster Lauf ist  die Marathon-Distanz. Zum 40. und 50. Geburtstag habe ich mich damit belohnt. Den nächsten Marathon möchte aber jetzt doch schon mit 55 laufen. Meine schnellste Zeit lag bei 3 Stunden und 25 Minuten.

 

Willst du diese Zeit noch mal toppen?

Ganz ehrlich? Ich jage keinen Bestzeiten mehr hinterher. Aber wenn bei einer Laufveranstaltung ein Startschuss fällt, kann ich nicht aus meiner Haut: da muss ich im oberen Grenzbereich laufen. Nur so zum Spaß, das kann ich nur im Training.

 FeiernLKL

 

Ich kenne den Landkreislauf erst seit letztem Jahr. Ich fand sofort, das ist ein Riesenspaß und schweißt die Leute zusammen. Deswegen wollte ich dieses Mal unbedingt mitlaufen. Dann habe ich mich eine Woche vor dem Start leider verletzt und festgestellt: Du bist auf Ausfälle bestens vorbereitet und kannst schnell reorganisieren. Was gibt es aus deiner Sicht bei der Planung eines Landkreislaufes alles zu beachten, damit am Ende alle glücklich ins Ziel kommen?  

Ein Vorteil ist, dass sich die üblichen „lauf-verdächtigen“ Kollegen meistens schon kennen. Trotzdem machen wir jedes Jahr eine kleine Infoveranstaltung zum Landkreislauf. Ich empfehle immer eindringlich, sich mit der Strecke zu beschäftigen und im Idealfall vorher abzulaufen. Die Mittelbayerische Zeitung bietet da ja einen super Service an. Damit jeder rechtzeitig an seinem Start steht, mache ich eine Laufzeitplanung und das Team informiert sich während des Laufs zwei bis drei Mal über die Zwischenzeiten. Das jemand kurzfristig ausfällt, kommt jedes Jahr vor. Inzwischen lege ich mir schon mal eine Liste mit willigen Ersatzläufern an.

 

Zum Abschluss: Fällt dir noch irgendeine Sache rund um die vergangenen Landkreisläufe ein, die irgendwie besonders oder unvergesslich für dich bleibt?

Im letzten Jahr bin ich die steile Matschstrecke gelaufen im Waldstück zwischen Pielenhofen und Pettendorf. Das war sehr witzig! Da ging es zwei Schritte vor und einen zurück.

 

Lieber Thomas, wir danken Dir herzlich für dieses informative Gespräch und deinen großartigen Einsatz in all den Jahren!

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