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Interview mit Robert Fischer zum Kallmünz-Triathlon: „Das Baby ist groß geworden!“

Lieber Robert, als ich gehört habe wie lange es den Kallmünz Sparkassen-Triathlon schon gibt, war ich echt baff. Über 30 Jahre! Kannst du dich noch an das erste Mal erinnern? Erzähl doch mal!

 

Also. Die Sache ist so 1983, 1984 rum entstanden. Das war mehr oder weniger eine Art „Garagen-Triathlon“ im Garten eines der Gründungsmitglieder. Wir waren damals alle mächtig durch den Ironman in Hawaii inspiriert und dachten uns: Das könnten wir doch auch! Das Ganze ist dann von Jahr zu Jahr weiter gewachsen und immer umfangreicher geworden, irgendwann durften nicht mehr nur die Mitglieder der Kallmünzer Ski-Abteilung starten, sondern auch andere Athleten aus der ganzen Region. Klar, es gab Höhen und Tiefen. Aber heute haben wir die 31. Auflage des Wettbewerbs. Das Baby ist groß geworden!

 

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Heute ist der Event ein echter Klassiker und ziemlich professionell. Was muss man aus deiner Sicht beachten, um eine derartige Veranstaltung international zu etablieren? Was macht Kallmünz so einzigartig und beliebt?

 

Professionell: ja. International etabliert ist zu hoch gegriffen, da sind wir von den Strukturen einfach noch nicht so weit. Unsere Devise lautet auch nach wie vor: Qualität vor Quantität. Wir wollen den Athleten nicht nur Höchstleistungen abfordern, sondern ihnen auch einfach einen schönen Tag bieten und dafür ist die wunderbare Kulisse von Kallmünz einfach ideal. Wo kann man schon wie hier, im Städtchen laufen, schwimmen und radeln?

 

Stichwort Größe. Im letzten Jahr habt ihr das Limit auf 500 Anmeldungen hochgesetzt. Ist damit endgültig das Maximum an Teilnehmern erreicht, oder geht in Zukunft vielleicht noch mehr?

 

Der Tradition mit maximal 500 Startern wollen wir eigentlich treu bleiben. Klar, es ginge vielleicht noch mehr – aber es wäre einfach nicht mehr dasselbe, es würde ausufern. Wir vom Organisationskomitee könnten die Qualität dann nicht mehr garantieren. Du musst wissen: Das hier ist eine Veranstaltung von Athleten für Athleten. Wir können einfach aus eigener Erfahrung beurteilen, was die Teilnehmer wirklich wünschen. Diesen Vorteil wollen wir unbedingt bewahren!

 

Für alle, die Kallmünz nicht kennen: Das ist je kein sehr großer Ort, eher ein sehr hübsches kleines Dorf mit netten Bewohnern, zwischen Burg und Wasser gelegen. Wie verkraften die Bürger den alljährlichen Einfall der 500 wilden Ironmen eigentlich? Gab es da schon mal Zoff oder ziehen einfach alle an einem Strang?

 

Kallmünz ist eine echte Perle im Naabtal. Übrigens ist der Ort nicht nur durch unseren Event, sondern vor allem auch durch seine Künstler über die Grenzen hinaus bekannt geworden. Wir haben hier regelmäßig Sportler aus dem ganzen Bundesgebiet, aus Österreich und sogar aus Italien. Es gab bisher nie Beschwerden, zum Beispiel wegen der Straßensperrungen. Nein, im Gegenteil. Die Kallmünzer stehen sogar bei großer Hitze auf den Straßen und feuern die Athleten an und kühlen sie mit Gartenschläuchen ab. Die anderen Vereine unterstützen uns mit Ausrüstung und Manpower. Ich kann nur sagen: Kallmünz ist dabei, Kallmünz lebt diesen Triathlon!

 

Dass auch ein sportliches Team  der Sparkasse Regensburg an den Staffel-Start  geht ist gute alte Tradition. Wie viele Kollegen sind dieses Jahr dabei? Seid ihr alle optimal vorbereitet?

 

2015 haben wir wieder zwei Staffeln am Start, sowie zwei Einzelstarter. Die Staffeln sind seit Wochen im Training und bereiten sich akribisch auf den Tag vor. Und spätestens seitdem sich auch das Wetter von der besseren Seite zeigt, sind wir voll motiviert. Wir freuen uns schon riesig darauf an den Start gehen zu dürfen und unseren Energien freien Lauf zu lassen.

Und hat ein Sparkassen-Team oder ein Sparkassler in den letzten 30 Jahren auch mal gewonnen?

 

Ist mir jedenfalls nicht bekannt (schmunzelt). Ich glaube mich aber zu erinnern, dass die Staffel der Geschäftsbereichsleiter letztes Jahr zumindest auf dem Treppchen stand. Vielleicht irre ich mich da auch. Bis jetzt stand immer der Spaß im Vordergrund. Intern wird natürlich immer kräftig gekämpft und gefightet. Da werden schon auch mal die harten Bandagen rausgeholt. Aber am Ende geht es um die Freude am Sport – und dass alle gesund und munter im Ziel ankommen!

 

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Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Gibt es rund um den Triathlon ein besonderes Erlebnis oder Ereignis in all den Jahren, an dass du dich erinnerst, als wäre es gestern gewesen?

 

Aber sicher! Da fällt mir spontan eine lustige Sache ein. Wir hatten vor Jahren mal eine Mitarbeiterin in der Filiale. Die hat sich von uns breitschlagen lassen, als Schwimmerin in der Staffel mitzumachen. Fürs Training haben wir ihr empfohlen, einen Neoprenanzug anzuziehen, damit sie sich nicht verkühlt und geschmeidiger vorankommt. Irgendwie muss sie sich in das Teil aber komplett verliebt haben. Denn am Tag des Wettbewerbs trug sie den Anzug bei 30 Grad Hitze. Ununterbrochen! Bereits bei der Herfahrt im Auto am Morgen bis zum Nachmittag, als sie endlich zum Start gerufen wurde. Das hat mich schwer beeindruckt, keine Ahnung wie sie das so lange ausgehalten hat, sie muss quasi im Anzug gedünstet worden sein! Aber sie kam trotzdem irgendwie im Ziel an!

 

Anscheinend eine echte Iron Lady! Lieber Robert, vielen Dank für das gute Gespräch!

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